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Teure Pumpenreparaturen : Müll verstopft die Kanalisation

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Immenstedt beklagt monatliche Reparaturkosten von mehreren tausend Euro an der Pumpe der dörflichen Kanalisation. Zudem wurde über die Unterstützung für die Feuerwehr im Gemeinderat debattiert.

Bürgermeister Johannes Feddersen hatte das Thema Kläranlage auf die Tagesordnung der Immenstedter Gemeindevertreter gesetzt. „In diesem Jahr musste die Pumpstation mehr als 20 Mal gereinigt werden“, berichtete er. Was die Gemeindearbeiter alles rausfischen, darüber berichteten sie. „Es sind Dinge, die absolut nicht in die Toilette gehören.“ Von Windeln über Unterwäsche bis hin zu faustdicken Stoffresten reicht das angesammelte Gut. „Es gibt Tage, da schlägt die Pumpe mehrmals am Tag Alarm, das kann so nicht weitergehen“, schimpften sie. Dabei ist sich der Gemeinderat sicher, dass sich 98 Prozent der betroffenen Einwohner an die Regeln halten. „Wenn ich mir die Sachen anschaue, die wir regelmäßig aus der Pumpstation rausfischen, dann muss ich von mutwilliger Vorgehensweise ausgehen“, betonte Feddersen.

Nun aber will der Gemeinderat hart durchgreifen. Schon in naher Zukunft wird es eine Information an der Pumpstation geben. Die Gemeindearbeiter werden dann eine Reinigung vorführen. Zudem werden alle Utensilien präsentiert, die in den vergangenen Wochen rausgeholt wurden, so der Bürgermeister. „Sollte diese Aktion zu keinem Erfolg führen, werden wir gezwungen sein, die Gebühren drastisch zu erhöhen“, drohte Feddersen.

Fast bei jedem Einsatz müsse zudem eine Firma aus Plön angefordert werden, verbunden mit einem Kostenaufwand von gut 800 Euro. Bei der derzeitigen Situation kämen im Monat mehrere 1000 Euro zusammen.

Doch es gab auch angenehmere Themen. Zu den Gästen gehörte der Kommunalberater der Schleswig-Holstein Netz AG Thomas Rath und sein Kollege und Aktionärsbetreuer Martin Lincke. Der Gemeinderat hatte sich im Vorjahr entschieden, ein Aktienpaket zu erwerben. Die Gäste stellten die verschiedenen kommunalen Dienstleistungen vor und gingen auch auf die möglichen Unternehmensbeteiligungen ein.

Nachdem die Feuerwehrversammlung in Immenstedt am 23. Januar Wehrführer Heiko Hansen im Amt bestätigt hatte, tat dies auch der Gemeinderat. Für eine rege Diskussion sorgte der Vorschlag, den ehrenamtlich tätigen Aktiven und deren Familien freien Eintritt in allen öffentlichen Schwimmbädern im Amt Viöl zu gewähren. Amtswehrführer Rolf Schadwald erläuterte: „Damit könne die Gemeinde Dank sagen an die Feuerwehr.“ Die praktische Umsetzung müsse jedoch noch geklärt werden, so Schadwald.

Doch genau dieser Punkt führte zu Meinungsverschiedenheiten. Außerdem wurde die Frage aufgeworfen, ob sich nicht Ehrenamtler in anderen Bereich en benachteiligt fühlen könnten. „Wir können nicht nur die Feuerwehr berücksichtigen und andere Ehrenamtler außen vorlassen“, lautete ein in der Gemeinderats-Sitzung vorgetragenes Argument. Das Grundprinzip sei richtig und gut, stellte Gemeindevertreter Eckhard Abel klar. Doch es müsse ein gemeinsames amtsweites Konzept geben. Wie hoch der Bedarf und das Interesse unter den Feuerwehrmannschaften ist, soll Heiko Hansen erkundschaften. In der nächsten Gemeinderats-Sitzung in Immenstedt soll das Thema dann abschließend nochmals auf die Tagesordnung kommen.

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