Vor der Hallig Südfall : Motorsegler leck – Skipper gerettet

Der Seenotrettungskreuzer Eiswette (l.) hat den Skipper des leckgeschlagenen Motorseglers an Bord genommen.
Der Seenotrettungskreuzer Eiswette (l.) hat den Skipper des leckgeschlagenen Motorseglers an Bord genommen.

Dramatischer Einsatz der Seenot- und Luftretter vor Hallig Südfall: 68-Jähriger wird unverletzt ans Festland gebracht.

shz.de von
01. Juli 2018, 17:30 Uhr

Der reibungslosen Zusammenarbeit von Seenot- und Luftrettern verdankt der Skipper eines Motorseglers seine Rettung im Wattenmeer. Das Boot des 68-Jährigen hatte am Freitagabend westlich der Hallig Südfall einen starken Wassereinbruch erlitten. Der Seenotrettungskreuzer Eiswette der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte den Mann letztlich sicher an Land.

Gegen 18.50 Uhr hatte der Wassersportler einen Mayday-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) abgesetzt. Die DGzRS-Seenotleitung Bremen und die Eiswette fingen den Notruf auf. Bereits fünf Minuten später war diese auf See und nahm mit Höchstfahrt Kurs auf den Havaristen.

Zu dem Zeitpunkt stand das Wasser an Bord des rund acht Meter langen Kimmkielers bereits rund einen Meter hoch. Der Motorsegler war im Heverstrom auf der Lorenzensplate festgekommen. „Am Backbord-Kimmkiel klaffte ein 60 mal zwölf Zentimeter großes Leck“, so Stefan Paulsen, Vormann der Eiswette.

Die Seenotleitung hatte auch einen Rettungshubschrauber von Northern Helicopters alarmiert, der zuerst vor Ort eintraf. Der Schiffbrüchige war unterdessen auf die schon teilweise trockengefallene Lorenzensplate geflüchtet. Der Hubschrauber nahm den Mann mit der Seilwinde auf und setzte ihn auf der Eiswette ab. Im Bordhospital kümmerten sich die Seenotretter um den 68-Jährigen und brachten ihn nach Nordstrand. „Er war unverletzt, aber sehr aufgeregt“, sagt Paulsen.

Eine Bergung des Havaristen war nicht mehr möglich. Die Seenotretter markierten die Position mit einem Ballonfender und informierten die Verkehrszentrale über das Schifffahrtshindernis. Die Wasserschutzpolizei Husum hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Zur Unglückszeit herrschten gute Sicht und ruhige See.

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