Kreis Nordfriesland : Motorradfahrer stirbt bei Unfall auf B201

Die Vorderachse des Motorrades wurde beim Unfall abgerissen. Ersthelfer sicherten die Unfallstelle.

Die Vorderachse des Motorrades wurde beim Unfall abgerissen. Ersthelfer sicherten die Unfallstelle.

Zwischen Wester- und Oster-Ohrstedt kam nach einem Zusammenstoß für einen Motorradfahrer jede Hilfe zu spät.

shz.de von
15. April 2018, 16:11 Uhr

Ein 58-jähriger Motorradfahrer aus dem Kreis Pinneberg ist am Sonntagmittag kurz vor 12 Uhr auf der B201 nahe Schulzentrum Ohrstedt (Kreis Nordfriesland) ums Leben gekommen. Er war in Richtung Husum unterwegs, als er gegen einen von links in den Kreuzungsbereich einfahrenden weißen Opel prallte – der Autofahrer hatte ihn offenbar übersehen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hielt der Motorradfahrer die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern ein und versuchte vor dem Aufprall sogar noch eine Schnellbremsung.

Der Aufprall war dennoch derart gewaltig, dass das Blech der Beifahrerseite des SUV anschließend tiefe Löcher aufwies. Zahllose Motorrad-Trümmerteile übersäten die Straße, Schuhe, Haustürschlüssel, eine Landkarte, ein silberner Sturzhelm lagen verstreut umher – die Vorderachse war abgerissen. Der mit zwei Personen besetzte PKW kam erst in einiger Entfernung hinter der Kreuzung zum Stehen, die Insassen standen unter Schock.

Die Arbeiten vor Ort mit Vollsperrung dauerten nahezu zwei Stunden an. Aus Husum eilen das Notarzteinsatzfahrzeug und Rettungswagen des Landkreises zur Einsatzstelle. Dort sperrten vier Streifenwagen den Kreuzungsbereich zu allen Seiten ab. Notarzt und Rettungsteams kämpften auf dem Asphalt unter höchstem Einsatz um das Leben des Bikers – eine halbe Stunde später mussten sie den Kampf dann aufgeben; alle Bemühungen waren vergeblich.

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