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Bombendrohung in Husum : Motiv bleibt rätselhaft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Mann, der am Mittwoch mit seiner Aktion für einen Großeinsatz der Polizei sorgte, ist bislang nicht straffällig geworden.

Einen Tag nach dem Bombenalarm in der Husumer Innenstadt kommen immer mehr Details über den Verursacher ans Tageslicht. Der hatte zunächst mit seinem Honda Jazz die Tine umkreist und war – nachdem er mehrfach gerufen hatte, dass er einen Sprengsatz in seinem Wagen habe – von der Polizei in der Krämerstraße gewaltsam gestoppt worden (wir berichteten).

„Der Mann ist bisher völlig unauffällig gewesen und auch von der Polizei noch nicht strafrechtlich erfasst worden“, so der Flensburger Polizei-Pressesprecher Christian Karthheus. Warum der Täter, dessen Fahrzeug in Bielefeld gemeldet war, sich für seine Aktion den norddeutschen Raum ausgesucht und was er bezweckt habe, sei weiterhin rätselhaft. „Er hat in der Vernehmung angegeben, dass er sich vor einigen Wochen auf eigenen Wunsch in eine Schmerzklinik in Kiel habe einweisen lassen“, so Karthheus. „Und dort hat er sich auf eigenen Wunsch auch wieder entlassen lassen und ist mit seinem Auto nach Husum gefahren.“ Bisher sei der Polizei nicht bekannt, ob er im norddeutschen Raum Verwandte oder Bekannte habe. Nach der Vernehmung sei der Mann durch den sozialpsychologischen Dienst des Kreises Nordfriesland in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Kartheus stellte klar, dass sich die Polizei aufgrund der Bombendrohung für den massiven Eingriff entschieden habe. Ob der Mann für diese Tat zur Rechenschaft gezogen werden kann und es zu einer Anklage komme, stehe noch nicht fest. Hierzu müsse man die psychiatrischen Gutachten abwarten.

Respekt und Anerkennung zollte er der Bevölkerung: „Wir sind durchweg auf Verständnis gestoßen, als es darum ging, den Ort des Geschehens aus Sicherheitsgründen weiträumig zu sperren.“

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