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Biikebrennen als Krimi-Kulisse : Mord und Totschlag hinterm Deich

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Passend zum Traditionsfest erscheint der neue Kriminalroman „Biikebrennen“ von Schriftsteller Hannes Nygaard. Ein Porträit.

Ein kurzer Satz. Gedruckt auf dem Buchrücken des Romans „Flut der Angst“. Gefragt nach dem Geheimnis seines Erfolges, tippt Hannes Nygaard wortlos auf genau diese Stelle. „Meister der Recherche“ steht dort in winzig kleinen Lettern geschrieben. Für den Emons-Verlag ist der 65-Jährige aber ein ganz Großer. Und das nicht nur für ihn, sondern auch für unzählige Leser der „Hinterm-Deich-Krimis“. Ende Januar ist mit „Biikebrennen“ sein 26. Kriminalroman erschienen.

Bis zu drei Bücher schafft Hannes Nygaard pro Jahr. Er ist ein fleißiger Schreiber. Seinen ersten Roman brachte er 2004 heraus. Der Titel: Tod in der Marsch. Nygaard kann sich noch gut an den Tag erinnern, als er im damaligen „Palmgarten“ in der Husumer Innenstadt seine Bücher entdeckte. Stapelweise wurden sie dort in Szene gesetzt. „Ein besonderer Moment“, beschreibt Nygaard das Gefühl, als er sein Werk sah.

Eine „ganze Weile“ habe er gebraucht bis sein Erstlingswerk vollbracht war. Zuvor hatte er lediglich Kurzgeschichten verfasst. Hobbymäßig. Denn eigentlich ist Nygaard Unternehmensberater. Bis 1999 war er für Kunden in der Mineralölindustrie und in der Kreditwirtschaft tätig. In den Metropolen Deutschlands. „Das Leben liefert Geschichten“, weiß der Autor, dessen Bücher bis heute bei Emons erscheinen. Der Verlag gibt rund 140 Krimis im Jahr heraus – und wenn alles gut läuft, jährlich mehrere aus der Feder von Johannes Reiner Dissars-Nygaard, so der vollständige Name des Autoren, der mit seiner Frau wahlweise auf Nordstrand sowie in Münster und in Köln lebt.

Seinen Erfolg verdankt er auch seiner Lektorin, die ihn mit Rat zur Seite steht und ihn hin und wieder auch auf den Boden der Tatsachen holt. „Eigentlich wartet man als Autor ja immer darauf, dass Oslo anruft“, scherzt Nygaard, dessen Fan-Gemeinde von Roman zu Roman wächst.

Ideen für weitere Hinterm-Deich-Krimis hat Nygaard zuhauf – noch mindestens für die nächsten drei Jahre. Auch die Idee für „Biikebrennen“ dümpelte Jahre im See seiner Gedanken. „Ursprünglich wollten wir es früher herausgeben, haben dann aber ein anderes Buch vorgezogen.“

Biikebrennen in einem Roman verarbeitet. Dazu der Tod eines „Fremden“. Ein brandheißes Thema. Dennoch: Eine alte Idee, die aber durch die derzeitige Asyl- und Flüchtlingsdebatte aktueller denn je ist. „Ein Zufall“, sagt Nygaard über das „heiße Eisen“, das er diesmal anpackt.

Auch im neuen Buch verwebt er wieder die Handlung mit der Region, mit Typen, die der Leser zu kennen glaubt. Immer an Orten in Nordfriesland – Porträts einer einzigartigen Landschaft und ihrer Charaktere. „Ich versuche alles authentisch darzustellen und zu beleuchten“, sagt der 65-Jährige. „Allerdings gibt es auch Dinge, die nicht authentisch sein dürfen“, betont er. Und so spielt „Biikebrennen“ zwar in Südtondern an bekannten Orten – die Gemeinde Runeesby, in der ein dunkelhäutiger Musiker verbrennt, existiert aber nicht.

Derzeit tingelt Nygaard durch die Lande, um aus seinen Werken zu lesen und um sein aktuelles Buch vorzustellen. Hamburg, Düsseldorf, Essen, aber auch Lesungen vor heimischer Kulisse standen und stehen auf dem Programm. Gemeinsam mit seinen Romanfiguren, den beiden Husumer Ermittlern Große Jäger und Christoph Johannes, geht der Autor dann auf Verbrecherjagd. Was Nygaards Lesungen und Bücher gemein haben, ist die Tatsache, dass Fans am Ende hoffen, dass es auch künftig noch jede Menge Mord und Totschlag in Nordfriesland geben wird.

Verlosung: „Biikebrennen“ heißt Hannes Nygaards neuer Hinterm-Deich-Krimi. Darin wird Nordfriesland von einer Verbrechensserie heimgesucht, die gar nicht zu der idyllischen Landschaft passen will.

Wir verlosen 10 x 1 Buch „Biikebrennen“. Wer ein Exemplar gewinnen möchte, schickt bis zum 25. Februar 2015 eine Postkarte an die Husumer Nachrichten, Stichwort „Nygaard“, Markt 23 in 25813 Husum oder eine E-Mail an kreisredaktion.husum@shz.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

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erstellt am 20.Feb.2015 | 15:00 Uhr

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