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Ausstellung in Oldenswort : Momentaufnahmen der Vergänglichkeit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Wandel im Ablauf der Zeit fasziniert die Fotografin Sibille Rehder. So hat sie eine kleine verfallene Kate bei Oldenswort zu ihrem „Fotomodell“ erkoren. Aber auch in der Natur ist sie regelmäßig unterwegs.

Wer die Straße von Oldenswort nach Warmhörn befährt, wird sie kaum übersehen: die kleine, verfallene Kate auf einem Binnendeich am Wegesrand. Für Sibille Rehder war „Marias Haus“ über Jahre das Motiv „leidenschaftlicher fotografischer Arbeit“, zumal sie die verstorbene Bewohnerin persönlich gekannt hatte. Zu den Ergebnissen ihrer Aufenthalte in dem Haus gehören Nahaufnahmen von den verschiedenen Farbschichten der Wände in den Innenräumen. Als enge Ausschnitte erzeugen sie mit ihren zumeist leuchtenden Farben einen nahezu abstrakten Eindruck.

Die Bilder gehören zu den Werken der Künstlerin, die sie gegenwärtig im Oldensworter Treffpunkt ausstellt und die auch als Bildband erschienen sind. „Gerade wegen des Verfalls erhält der Ort in ihren Bildern eine Würde und Schönheit, die den Betrachter mit der Vergänglichkeit versöhnt“, sagte dazu Thomas Bartram in seiner Laudatio anlässlich der Vernissage seiner Ehefrau.

Eine andere Facette ihres Schaffens sind Landschaftsaufnahmen aus dem Wasserkoog, Kaltenhörn, Reetdeich und anderen Orten der Umgebung, die die enge Verbundenheit der Fotografin mit der Landschaft dokumentieren. „Eine symbolische Kombination von Leben und Tod“ entdeckte Ingeborg Herms auf einem Foto von Strandhafer vor den Überresten eines Brettes, das zuvor offenbar schon lange im Meer getrieben hatte. In mehreren Aufnahmen hat sich Sibille Rehder dem Strandboden zugewandt und die wellenförmigen Sandstrukturen bei unterschiedlichem Licht kunstvoll in Szene gesetzt.

Die Fotografien werden noch bis zum Freitag (23.) im Treffpunkt ausgestellt. Das Haus ist täglich – außer mittwochs – von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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