Innenstadt : Mittelalter trifft Neuzeit: Das passt

Vor allem für Familien hatte der mittelalterliche Markt rund um die Tine viel zu bieten. Foto: Herbert Müllerchen
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Vor allem für Familien hatte der mittelalterliche Markt rund um die Tine viel zu bieten. Foto: Herbert Müllerchen

Buntes Treiben auf dem Marktplatz und verkaufsoffener Sonntag lockten Besucher von nah und fern in die Innenstadt. Werbegemeinschaft zufrieden.

shz.de von
29. April 2013, 09:31 Uhr

Husum | Zwei Tage lang wurden Husumer und Gäste aus nah und fern auf dem Marktplatz ins Mittelalter zurückversetzt. Buntes Markttreiben und eine Vielzahl von Handwerkern, denen die Besucher teilweise sogar bei der Arbeit über die Schulter schauen konnten, ließen ein Hauch aus längst vergangener Zeit durch die Innenstadt wehen. Wer wollte, konnte sich auch selbst ausprobieren und erleben, wie in jenen Tagen zum Beispiel die Arbeit eines Schmiedes war. Und was gefiel, konnte natürlich auch mit nach Hause genommen werden. Von beiden Möglichkeiten machten vor allem Familien mit Kindern reichlich Gebrauch.

Besonders die ganz kleinen Besucher waren von dem fremdartigen Geschehen rund um die Tine fasziniert. Dafür sorgten nicht zuletzt die mittelalterlichen Kluften der Marktbeschicker. Lederei und Bürstenmacherei zogen viele Schaulustige in ihren Bann. Aber auch die Stände mit fremdartigen und bekannten Gewürzen, Holzspielzeug, Kristallen, Olivenholz sowie Schmuckstücken aus Bronze und Knochen erregten Aufmerksamkeit.

Wie im Mittelalter gespeist wurde erfuhren die Gäste in der Taverne, die auf dem Marktplatz errichtet worden war. "Nehmt Platz und plaudert, worüber ihr gerade Lust habt" - dieser Grundsatz gilt auch heute noch. Und so ließen es sich die Einkehrenden bei Kirschbier, Met- und Schwarzbier gut gehen. Zum Gastronomieangebot gehörte aber auch ein arabischer Falafel-Stand. Dort wurde das fleischlose Gericht nach mittelalterlicher Art zubereitet.

Wie gut Mittelalter und 21. Jahrhundert miteinander korrespondieren können, zeigte sich am Sonntag. Verkaufsoffen wie er war, nutzten ihn viele Besucher, das bunte Treiben auf dem Marktplatz mit einem entspannten Einkaufsbummel durch die umliegenden Geschäfte zu verbinden. Ein nicht alltäglich Angebot, das - noch dazu unter einer lächelnden Sonne - gut angenommen wurde.

Kein Wunder, dass auch der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Peter Cohrs, mit dem Verlauf des Wochenendes hochzufrieden war. Vor allem am Sonntag habe das Wetter ideal mitgemacht, sagte er gestern auf Anfrage. Vormittags sei es noch bedeckt gewesen, "sodass offenbar viele gesagt haben: Fahren wir mal nach Husum. Und als sie dann hier waren, zeigte sich die Stadt von ihrer besten Seite." Auch nach Cohrs’ Wahrnehmung war der mittelalterliche Markt mit seinem bunten Programm ein Anziehungspunkt vor allem für Familien. Aber auch sonst sei er gut angenommen worden. Geschäfte, Hafen und Museen wurden ebenfalls gut besucht. Rund zwei Drittel der Husumer Geschäfte haben sich laut Cohrs an diesem zweiten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres beteiligt. Ein Erfolgskonzept, auf das die Werbegemeinschaft auch in Zukunft setzen will.

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