zur Navigation springen

Seltener Gast : Mittagessen mit der Ministerin

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kristin Alheit besuchte auf ihrer Sommertour durchs Land die Kindertagesstätte in St. Peter-Ording. Die Familienministerin informierte sich dort zum Thema „Gesundes Essen“ und setzte sich auch zu den Kindern an den Tisch.

Mit einem besonderen Gast teilten die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte in St. Peter-Ording ihr Mittagessen, frisch zubereitetes Seelachsfilet im Käsemantel mit Vollkornreis, Spinat und Salat. Landes-Sozialministerin Kristin Alheit war zu Besuch. Gemeinsam mit Levi und Meiko hatte sie die Tische gedeckt. Das war für die beiden Fünfjährigen ein Klacks. Sie wussten genau, wo Teller, Besteck und Salatschüssel im Schrank zu finden waren. Den aus einem Kartenstapel gezogenen Mittagsspruch durfte dieses Mal der prominente Gast lesen: „Wer kommt denn da geflogen? Ein kleiner Regenbogen, der isst heute bei uns mit. Einen guten Appetit.“ Zuvor hatte die Ministerin schon bei der Krippengruppe mit am Tisch gegessen. Auch da war es nichts Besonderes für die Kleinen. Sie kennen es ja, denn ihre Betreuerinnen essen mit ihnen zusammen.

Anlass für den Besuch der Familienministerin war der seit einem Jahr existierende Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder im Alter unter drei Jahren. Dazu machte sie auf ihrer zweitägigen Sommertour in vier Kitas in verschiedenen Landkreisen Station, um sich gemeinsam mit ihrem persönlichen Referenten Amin Hamadmad einerseits zu informieren und andererseits auch verschiedene Aspekte der Kita-Politik des Landes zu präsentieren. In St. Peter-Ording ging es ihr um den Schwerpunkt „Gesundes Essen“.

Für die Kindertagesstätte in St. Peter-Ording arbeiten die Kommunen St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer-Koog vorbildlich zusammen, so Kita-Leiterin Brigitte Ranft-Ziniel, was auch für die Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Träger, dem Kindertagesstättenwerk im evangelischen Kirchenkreis Nordfriesland, gilt. Für ihn war Geschäftsführer Christian Kohnke anwesend. Auch Dr. Petra Schulze-Lohmann, wissenschaftliche Leiterin der Sektion Schleswig-Holstein der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und für Nordfriesland die Koordinatorin für den Qualitätszirkel in Sachen Kita-Verpflegung, war gekommen.

Höchst interessiert und konzentriert informierte sich die Ministerin im Rundgang und Gespräch über die seit 1965 bestehende Einrichtung. Stetige Modernisierungen und Verbesserungen erfolgen hinsichtlich der Ausstattung. Das Motto „Ein Haus für Kinder“ wird in der Kita mit und für 178 Kinder mit ihren Familien in Naturgruppe und Elementargruppen, Krippen- und Hortbetreuung vormittags und ganztags gelebt. Außer für pädagogische Fortbildungs- und Planungstage und während der Weihnachtsferien gibt es keine Schließzeiten. Der Gedanke der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat in St. Peter-Ording seit Jahren Priorität. Ihm wird mit einer flexiblen Einstellung auf den Bedarf Rechnung getragen. Gesunde Ernährung steht dabei immer im Fokus. Seit 1998 wird in der Kita im Zuge erweiterter Öffnungszeiten Mittagessen gereicht. 2007 wurde die Küche umgebaut und das Essen wird seitdem vor Ort von einer Diätköchin frisch zubereitet. Die Kinder können durch Rundfenster in die Küche sehen und die Zubereitung des Essens beobachtens. Außerdem wird ein Frühstück angeboten.

Im Gespräch mit Kristin Alheit wurde deutlich, dass eine Wertschätzung dafür geschaffen werden muss, dass Gemeinschaftsverpflegung in Kitas mehr als nur Kochen ist und dass Standards für die Qualität des Essens notwendig wären. Darüber findet sich im Kita-Gesetz nichts. Es scheitert an den Kostenfragen. Mit einem guten Verpflegungsangebot können bei der Ernährungserziehung von Kindern Grundlagen für ein langfristig gesundes Ernährungsverhalten geschaffen werden.

Außer vielen Anregungen nahm die Familienministerin einen sehr positiven Eindruck mit. Über das Bild eines Kindergartenkindes als Erinnerungsgeschenk freute sie sich besonders. Fragen, was Politik tun kann, bleiben – hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Qualität in der Kinderbetreuung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen