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Festival in Joldelund : Mitreißendes Blues- und Rock-Feuerwerk

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Veranstalter Gerd Lorenzen und Arthur ter Avest feiern zum fünften Mal das zweitägige Guitar Heroes Festival in Joldelund mit treuen und neuen Gästen. Die Billy Walton Band trat an beiden Tagen auf.

Auf den großen Bühnen und in den Musikstudios der Welt sind sie zu Hause, die Guitar Heroes, jene Saitenzauberer, die das Herz jedes Blues- und Rockfans höher schlagen lassen. Einmal mehr spielten einige der weltbesten Musiker in dem kleinen 750-Seelen-Dorf Joldelund. Der musikbegeisterte Bäckermeister Gerd Lorenzen hatte mit Unterstützung seines Freundes und Managers Arthur ter Avest zum fünften Mal das zweitägige „Guitar Heroes Festival“ in seine Event-Scheune „Gerd’s Juke Joint“ geholt. Sein Motto: „Wenn ich schon wenig Zeit für Live-Konzerte habe, dann gönne ich mir den Spaß eben zu Hause.“ Erneut zog es treue und neue Gäste in die nicht altägliche Location mit dem urigen Ambiente.

Ganz nah dran am Publikum entfachten die Meister der Instrumente ein mitreißendes Blues- und Rock-Feuerwerk. Wie schon vor zwei Jahren zog der US-Amerikaner Billy Walton mit seiner Truppe – dabei zwei Bläser – alle Register, und das an zwei Abenden. Den Machern war es gelungen, sie noch einmal zu engagieren. Mit Power und sichtlich viel Spaß versetzten sie das Publikum in Begeisterungsstürme. „Das ist ein guter Ort zum Spielen“, rief Walton den Gästen zu, die prompt zustimmten. Eine gute Show und perfekte Töne lieferten Ian Gray (Posaune) und Sean Marks (Saxophone). Der Beifall wollte kein Ende nehmen, als sie spielenderweise durch die Scheune pilgerten. Oft fühlte man sich versetzt in die Zeiten der legendären Band „Blood, Sweat and Tears“. Deutlich war zu erleben, dass Walton schon mit Southside Johnny oder Little Steven, jenen großen Musikern aus New Jersey, zusammen gespielt hatte. Bruce Springsteen oder Jon Bon Jovi ließen ebenso grüßen, wie der Good Old Rock‘n Roll, den sie ebenso drauf hatten, wie Big-Band-Sequenzen, fein säuberlich „garniert“ mit atemberaubenden Gitarren-Läufen.

Den fetzigen Auftakt des familiären Festivals lieferte Gitarrist Marc Reece (USA) mit seiner Band. Dynamisch und tanzbar war die Musik, eingebettet im Rhythmus des Blues. Der seit seiner Kindheit Gitarre spielende Solist war eindeutig inspiriert von Rory Gallagher oder Jimi Hendrix. „Von London nach Joldelund eingeflogen, begrüßen Sie den Südafrikaner Dan Patlansky“, kündigte Gerd Lorenzen den weltweit anerkannten Gitarristen und Sänger am zweiten Abend an. Der ließ das Publikum auf eigene Weise in die Welt des Blues eintauchen. Seine experimentellen, geradezu artistischen Saiten-Soli entlockten dem Instrument selten gehörte Klänge. „Das war magisch“, kommentierte Katrin Meißner aus Flensburg begeistert. Zum ersten Mal war sie in Joldelund dabei. „Einfach klasse, was hier abgeht. Jeder Musiker fasziniert mit seinem Können.“ Die Post ging ab, als „Virgil & The Accelerators“ aus England die Bühne betraten. Der 18-jährige Virgil McMahon zählt schon zu den Großen der Blues-Rock-Szene. Mit Bruder Gabriel am Schlagzeug sowie Bassist Jack Timmis ließ er den Raum erbeben. Kein Wunder, denn seine erklärten Vorbilder sind Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix oder ZZ Top. Mittendrin im Geschehen und bei allen Acts war der Joldelunder Organisator. Er mischte mit den Tanzwütigen mit und die drückten meditativ oder explosiv ihre Lebensfreude aus. „Wenn ich in die glücklichen Gesichter der Menschen sehe, bin ich froh. Dann hat sich der Aufwand gelohnt“, so Gerd Lorenzen. „Jeder Auftritt war der Hammer. Was die Gitarristen rausholen, ist genial“, kommentierte Daniel Lauf aus Heide. „Die Veranstaltung war Super. Jeder Musiker hat alles gegeben“, so Manuela Friedrichsen aus Kiel. Mit Freunden habe sie gemeinsam zwei Tage Musik vom Feinsten gefeiert und genossen.









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