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Drei Tage Festival in Joldelund : Mitreißende Musik auf dem großen Blues-Event

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Künstler von Weltruf brachten auf dem „Guitar Heroes Festival“ das Publikum zum Beben – und Veranstalter Gerd Lorenzen war höchst zufrieden. Für 2015 plant er ein weiteres Open Air.

Für ihn spielen die weltbesten Musiker – und das in seinem Heimatdorf Joldelund: Abermals holte der Rock- und Blues-begeisterte Bäckermeister Gerd Lorenzen das „Guitar Heroes Festival“ in seine Scheune „Gerd’s Juke Joint“. Die besten der besten Gitarren-Legenden und Meister in Sachen Musik gaben sich erstmals an drei Tagen die Klinke in die Hand. Das Publikum dankte es dem Veranstalter.

Jeden Abend standen die Fans dicht gedrängt im Event-Lokal, feuerten die Stars an und gaben alles auf der Tanzfläche. Die Stimmungswogen schwappten immer wieder über. Kein Wunder, denn ein musikalischer Höhepunkt inmitten des urigen Ambientes jagte den nächsten. Der energiegeladene Auftritt des Australiers Rob Tognoni am ersten Abend verschlug vielen die Sprache. „Das ist der Wahnsinn. Wo soll das hinführen“, kommentierte der Blues- und Rock-Fan Heinrich Meister aus Hamburg schon nach dem ersten Stück. Tognoni fand von der ersten Sekunde an den direkten Kontakt zum Publikum und es schien, als sei er mit seiner Gitarre verwurzelt. Die Kondition und Ausdauer des Mannes mit 40-jähriger Bühnenerfahrung schien grenzenlos zu sein. Das Zusammenspiel und die oft spontanen Improvisationen faszinierten. Das alles war allein durch Augenkontakt zwischen ihm und den Bandmitgliedern möglich. Mit Leidenschaft und Präzision kombinierte er klassische Rockelemente mit Blues und Blues-Rock.

In bester Manier hatten die Akteure der Vorband „No Tricks“ aus Flensburg vorgelegt. Das Publikum war im besten Wortsinn „heiß“ auf das, was sie dann in Perfektion erleben konnten.

Der zweite Abend wurde eingeläutet von der österreichischen Soul- und Blues-Sängerin Meena Cryle und ihrer Band. Tiefgründige Texte und mitreißende Musik bestimmten das Bühnengeschehen. Die rauchige, kräftige Stimme der Powerfrau erzeugte Hörgenuss und erreichte Herz und Seele. An ihrer Seite begleitete Chris Fillmore einfühlsam und kraftvoll mit seiner Gitarre. Abgelöst wurden sie von dem Iren Eamonn McCormack. Er brachte die Bühne zum Beben. Unverkennbar war der starke Einfluss von Rory Gallagher.

Zwei Höhepunkte bot schließlich der dritte Abend. Der 24-jährige US-Amerikaner Will Wilde, seines Zeichens Sänger und Songschreiber, holte aus seiner Bluesharp alles heraus, was ging. Nicht umsonst trägt er den Beinamen „Harmonica“. Es schien, als hätte er den Blues mit der Muttermilch eingesogen. Mit seiner Band bildete er eine stimmige Einheit und seine Soli ließen fast den Atem stocken.

Was danach kam, kommentierten viele Gäste mit „Unglaublich“: Larry Miller und seine Bandmitglieder sorgten für den fulminanten Abschluss. Nicht nur durch die Zugaben zollten sie Jimi Hendrix, Rory Gallagher, Jonny Winter oder Gary Moore Tribut, auch mit ihrem Blues-Rock-Stil beeindruckten sie. Der direkte Kontakt zum Publikum und die mit viel Mimik erzählten Geschichten kamen an. Bei den schier endlos erscheinenden rasanten Improvisationen holte Miller alles aus seinem Instrument heraus. „Ihr wart ein tolles Publikum. Hat Spaß gemacht“, rief der Meister dann am Ende dem Publikum zu.

„Das war der Hammer. Davon kann man nur lernen, es ist genial“, kommentierte Derryl Gwyhter, selbst Bassmann in zwei Bands. „Das ist total verrückt, dass solche Weltstars nach Joldelund kommen“, so die Flensburgerin Martina Friedrichsen. „Die Veranstaltung war Weltklasse. Jeder Musiker hat alles gegeben, immer auf seine Art“, begeisterte sich Manuel Fritz aus Lübeck, der mit seinem Wohnmobil angereist war.

Mittendrin im Geschehen war immer wieder der Organisator selbst. Er strahlte und mischte mit den Tanzwütigen mit. Viele Menschen hatten es ihm gleich getan und verfielen den Saiten-Artisten. „Ich bin glücklich. Die Resonanz beweist mir, dass ich alles richtig gemacht habe“, sagte Gerd Lorenzen nach drei Festival-Tagen. Und für 2015 plant er ein weiteres Open Air.

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erstellt am 06.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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