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Genossenschaftsbank : Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank Niebüll berichtet auf Bezirksversammlung in Joldelund von knapp 500 zusätzlichen Mitgliedern. Auch die Eigenkapitalentwicklung der Genossenschaftsbank ist positiv.

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erstellt am 09.Nov.2015 | 15:00 Uhr

Information, Unterhaltung und Genuss lautete Hans-Jakob Paulsens Botschaft im Joldelunder Dörpskrog. Zur Bezirksversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Niebüll begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende die Gäste. An 18 verschiedenen Standorten im nördlichen Nordfriesland treffen sich derzeit die Verantwortlichen des Vorstands, um sich bei den Mitgliedern der Genossenschaftsbank zu bedanken. „Mitglieder sind die Basis für unsere Genossenschaft“, betonte Vorstand Torsten Jensen.

Ähnliche Worte wird bestimmt auch der VR-Bank-Vorstandsvorsitzende Klaus Sievers am Donnerstagabend in Struckum gewählt haben, als dort zeitgleich eine weitere Bezirksversammlung stattfand. In Bohmstedt wurde kürzlich bereits eine Veranstaltung begangen. Beispielhaft entschieden sich die Bohmstedter Mitglieder der VR-Bank Niebüll, 650 Euro für die Flüchtlingshilfe des Amts Mittleres Nordfriesland zu spenden.

Hans-Jakob Paulsen formulierte in seiner Ansprache, dass er kurzzeitig das Jackett des Aufsichtsratsvorsitzenden wechseln müsste, um auch als Amtsvorsteher der Bank dafür zu danken, dass seit kurzem eine Wohnung in Bredstedt für die Flüchtlinge genutzt werden dürfte. Eine fürsorgliche Geste in rauer werdenden Zeiten, skizzierte er wiederum in seiner Funktion als Aufsichtsrat mit Blick auf die HSH-Nordbank, die seiner Ansicht nach abgewickelt werden wird, und auch ob der vielen Entlassungen bei der Deutschen Bank.

Bevor Paulsen die Moderation des Abends an den Auszubildenden im Ersten Lehrjahr, Simon Sievertsen, abtrat, übergab er noch zwei Schecks in einer Höhe von jeweils 330 Euro an den TSV Goldebek und den Tischtennisclub Högel. Danach moderierte dann der 19-jährige Langenhorner souverän durch den weiteren Abend.

Nach einem reichhaltigen Grünkohlessen berichtete Torsten Jensen im Detail aus dem Geschäftsjahr. Der gebürtige Behrendorfer und Mann an der Spitze des Unternehmens blickte dabei aber immer nach vorn. Sein Motto lautete Zukunft. Der Familienvater wisse aus eigener Erfahrung von den Interessen und Perspektiven der jungen Leute. Die Heranwachsenden wollen Arbeitsplätze in der Region, dort sesshaft werden, aber Bankgeschäfte im Internet abwickeln. Was Jensens Ansicht nach für Festgeld möglich ist. Jedoch für Wertpapiere oder Finanzierung für den Hausbau ist ein persönliches Gespräch erforderlich. „Die Besucherzahlen in den Geschäftsstellen werden abnehmen“, ist sich der Vorstand sicher. „Aber was ist in drei, fünf oder zehn Jahren“, sucht Jensen schon jetzt Antworten, wobei keine Übernahme durch Investoren drohe.

Die Genossenschaftsbank steht noch besser da als 2014. Es kamen knapp 500 Mitglieder bis Ende September dazu. Derzeit sind es 18.238. Das Volumen der VR-Bank und im Verbund beträgt 2,868 Milliarden Euro an Kundeneinlagen und -krediten. Die Bilanzsumme des Unternehmens stieg gegenüber 2014 von 1,475 auf 1,597 Milliarden Euro. Wobei, betonte Jensen, das Kreditgeschäft der größte Posten sei. 1,31 Milliarden Euro direkt und 264 Millionen Euro an Partnerunternehmen. „Wer schnell wächst, muss auch das Qualitätsniveau rasant angleichen“, zollt der Vorstand seinen Mitarbeitern Tribut.

Auch die Kundeneinlagen verbesserten sich trotz der Niedrigzinssituation von 572 auf 657 Millionen Euro. „Sie legen ihr Geld bei uns an und bekommen keine Zinsen“, lobt der Banken-Chef seine Mitglieder erneut. Die Eigenkapitalzuführung hat sich aber von 13 auf 9,1 Millionen Euro verringert. Allerdings sei die Eigenkapitalentwicklung in den Jahren sukzessive gestiegen, was entscheidend sei: 2013 waren es 94,2, 2014 hatte 116,9 und nun 133,1 Millionen Euro. Was Torsten Jensen abschließend in seinem Ausblick unterstrich, dass die Genossenschaftsbank auch künftig strebsam bleiben wolle. Was jedoch nur möglich sei, wenn das Fundament der VR-Bank bestehen bleibe: „Und unsere Mitarbeiter sind die Steine, die das Fundament bilden.

Kürzlich übernahmen zudem Auszubildende der VR-Bank und des Amtes das Sortieren von Jacken, Hosen, T-Shirts und weiterer Kleidung, die am Rande einer Berufsorientierungsaktion aus der Bevölkerung gespendet wurden. Die sechste Jobmesse wird es auch 2016 geben. Die nächste Bezirksversammlung ist bereits Donnerstag, 12. Novemeber, in den Reußenkögen an 19 Uhr.

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