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Ausflug ins Wattenmeer : Mit Watt-Rollstühlen in den Nationalpark

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine Gruppe von Senioren, Mitarbeitern und Ehrenamtlern der Bredstedter Seniorenwohnanlage an der Parkstraße war zu Besuch auf Nordstrand. Mit speziellen Rollstühlen ging es unter anderem in das Wattenmeer.

Keine übliche Insel-Rundtour stand für die Bewohner der Bredstedter Seniorenwohnanlage an der Parkstraße auf dem Programm, als sie nun zum mittlerweile vierten Mal gemeinsam nach Nordstrand fuhren. Dieses Mal sollte es unter dem Motto „Watt ’n dat?“ direkt in das Watt gehen.

Mit 27 fröhlich gestimmten Senioren, Mitarbeitern, Ehrenamtlern und Angehörigen begann das logistische Meisterstück am Badestrand Fuhlehörn. Gleich zwei Anhänger waren mit Rollstühlen, Rollatoren, Decken, Jacken, Wasser, Kaffee und einem Kessel voller Würstchen und Brot gepackt worden. „Das ist jede Anstrengung wert. Besonders dankbar bin ich, dass wir Hilfe von jungen Schülerinnen eines Kurses der Altenpflegeschule in Husum dabei haben“, so die Leiterin der Bredstedter Einrichtung, Rosamunde Baumgartner. Diese kamen bereits eine Stunde vorher in den Genuss einer Unterrichtseinheit: Heben, Tragen, Transfer hieß die Schulung durch die Nationalpark-Wattführerin und Physiotherapeutin Christine Dethleffsen.

Nachdem zunächst eine Strandkorb-Burg als Windschutz aufgebaut worden war, setzte sich die Watt-Rollstuhl-Karawane auch schon in Bewegung – mitten hinein ins matschige Vergnügen Nationalpark Wattenmeer. Nicht wenige Bewohner setzten ihre ganzen Kraftreserven ein und stiegen aus den Rollstühlen aus. Mit Hilfe der Pflegekräfte liefen sie wie befreit durch die rutschige Masse. „Das ist so angenehm an den Füßen und so erfrischend“, freute sich die 80-jährige Lisa Zibulla. Selbst ein kurzer, kräftiger Regenschauer konnte das Fühl-Erlebnis nicht trüben. Die 95-jährige Marie Hein schwärmte: „Das war eine hundertprozentige Erinnerung an meine Jugendzeit mit meiner Mutter. Es war so herrlich, in diesem Schlitten zu liegen und die Atmosphäre und den Himmel zu genießen. Ich habe meine Hand im Schlick gehabt und mich viel jünger gefühlt – nicht wie 95.“ Auch die ein Jahr jüngere Hilda Clausen bekräftigte: „Das hat Spaß gemacht. Das Schönste war das Barfußlaufen.“

Nach so viel Bewegung tat der Imbiss am Strand besonders gut – und zu Gitarrenbegleitung wurde gesungen. „Es war schön, die Bewohner zu beobachten. Wie glücklich sie waren. Ihre Gesichter strahlten“, so die Wattführerin Christine Dethleffsen. Und auch so mancher Tourist staunte nicht schlecht, ob seiner Beobachtungen.

Die Watt-Rollstühle sind übrigens Eigentum der Gemeinde Nordstrand und können von Gruppen unter fachkundiger Führung genutzt werden. Informationen dazu erteilt Wattführerin Christine Dethleffsen unter Telefon 04671/6614.

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