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Struckum in Nordfriesland : Mit Video: Großbrand zerstört Reetdachhaus – Eigentümer legt Geständnis ab

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Das Feuer hat das Feriendomizil einer Familie vernichtet. Das 150 Jahre alte Haus war frisch renoviert.

Struckum | Nachdem ein Reetdachhaus in Struckum (Nordfriesland) in der Nacht zu Dienstag lichterloh brannte, hat der 39-jährige Eigentümer gestanden, sein Feriendomizil selbst in Brand gesetzt zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern noch an.

Meterhohe Flammen hatten gegen 1.15 Uhr das Einfamilienhaus zerstört. Das Reetdachhaus wurde von der Familie als Urlaubsresidenz genutzt.

Als die Feuerwehr wenige Minuten nach der Alarmierung eintraf, brannte der Dachstuhl des knapp 150 Jahre alten, frisch renovierten Hauses bereits lichterloh. „Schon beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war klar, dass es für das Gebäude keine Rettung mehr gibt, da bereits das gesamte Dach von den Flammen erfasst war“, erklärt Amtswehrführer Dirk Paulsen das Bild, dass sich den Brandschützern an der Unglücksstelle bot. Um auf das Grundstück zu gelangen, mussten sie zunächst ein eisernes Hoftor aufbrechen.

Von allen Gebäudeseiten sowie von der Drehleiter aus wurde der Brand bekämpft – aufgrund der starken Rauchentwicklung teilweise auch unter schwerem Atemschutz. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Struckum, Breklum und Bredstedt.

 

Das Haus, das vorwiegend am Wochenende und in den Ferien genutzt wurde, war laut Polizei zur Zeit des Brandes unbewohnt. Über die Familie, der das Haus gehörte, wurden zunächst keine Details bekannt. Ihr Domizil lag etwas abgelegen.

Nach rund eineinhalb Stunden intensiver Löscharbeiten war der Brand durch die rund 70 Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht. Das historische, im Jahr 1868 errichtete Einfamilienhaus brannte jedoch vollkommen aus. Die B5 musste während der Löscharbeiten halbseitig gesperrt und der Verkehr um die Einsatzfahrzeuge herumgeleitet werden.

Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar. Eine Polizeisprecherin bezeichnete das Inventar aber als sehr hochwertig. Die Brandstelle wurde für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

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erstellt am 14.Feb.2017 | 07:16 Uhr

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