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Husumer Nachrichten

20. August 2017 | 20:15 Uhr

Poppenbüll : Mit Tempo 126 durch den Ort

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei Geschwindigkeitsmessungen im Ortskern wurden 11.264 Fahrzeuge erfasst. Die Ergebnisse waren alarmierend.

Es war eine ganz besondere „Langzeitstudie“, die Bürgermeister Kurt Eichert da in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung vorstellte: Den ganzen April über wurde die Geschwindigkeit im Ortskern gemessen. Aufgestellt war das Gerät in der Ortsdurchfahrt aus Richtung Osterhever. Und obwohl hier Tempo 50 gilt, wurden schier unglaubliche Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt – und festgeschrieben, wie die jetzige Auswertung durch einen Techniker ergab.

Gemessen wurden 11.264 Fahrzeuge – davon montags 1.598, dienstags 1.725, mittwochs 1.623, donnerstags 1.746, freitags 1.609, sonnabends 1.303 und sonntags 1.360 Fahrzeuge. Dabei wurden Tempoüberschreitungen im Ort von bis zu 126 Stundenkilometern gemessen. Starkes Kopfschütteln bei den Gemeinderatsmitgliedern und den Zuhörern – und der Kommentar von Gemeindevertreterin Garbriele Frauen-Berens: „Das hätte etliche Führerscheine gekostet.“ Ebenfalls kaum zu glauben: In 4.747 Fällen wurden Geschwindigkeiten von mehr als 60 Stundenkilometern gemessen. Einhellige Meinung im Gemeinderat: „Das ist ein eindeutiges Votum für den Geschwindigkeitsmesstrupp der Polizei.“ Deren Anlage ließe sich in dem betreffenden Bereich auch so gut wie nicht erkennbar aufbauen. Auf alle Fälle will der Bürgermeister „mit diesem fundierten Ergebnis an die Verkehrsüberwachung herantreten – bevor tatsächlich etwas passiert“.

Zum Rufbus führte Kurt Eichert aus: „Der Rufbus fährt derzeit immer noch auf den Linien des ÖPNV, bis Mitte 2018 haben wir Verträge mit dem ÖPNV. Wir befinden uns derzeit in der Anlaufphase. Ich muss dazu aber sagen: Im Moment wird der Rufbus schon gut angenommen. Das Fahrzeug, das dort verkehrt, ist ein kleinerer Bus – ein Neun-Sitzer. Die Fahrten müssen zwei Stunden vorher bei der Nummer auf dem Flyer angemeldet werden.“ Gabriele Frauen-Berens verwies darauf, „dass der Rufbus an den Bushaltestellen anhält – und auf keinen Fall mit einem Ruf-Taxi verwechselt werden darf, dass überall anhält“. Ein Einwohner wandte ein: „In Oster- und Westerhever liegen die Haltestellen Huus bi Huus, aber im Osten von Poppenbüll kommt der Rufbus nicht rum.“ Signal des Bürgermeisters: „Geplant ist es, in alle Ecken zu kommen, wenn es erforderlich ist.“

Greta Speer konnte „es nachvollziehen, wenn die Leute im Osten Poppenbülls verärgert sind. Das, was da jetzt angefahren wird, ist die Linie des Schulbusses mit den betreffenden Haltestellen“. Der Bürgermeister: „Wir sind ja noch in der Probephase – es müssen von den Leuten aus dem betreffenden Gebiet auch Anrufe zum Rufbus kommen und damit ein Bedarf kundgetan werden.“

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