Efkebüller Klootstockspringen : Mit Schwung über die Gräben

Feuchter Spaß: Das Klootstockspringen in Efkebüll lockt jedes Jahr auch viele Zuschauer an.
Feuchter Spaß: Das Klootstockspringen in Efkebüll lockt jedes Jahr auch viele Zuschauer an.

Beim großen Klootstockspringen in Efkebüll waren gleich acht Mannschaften mit von der Partie.

shz.de von
30. Juli 2018, 13:00 Uhr

Es hat einfach Kultcharakter: das Efkebüller Klootstockspringen. Zittern mussten die Organisatoren des gemeinsamen Projektes von Dörpsvereen Efkebüll und der Freiwilligen Ortswehr in Langenhorns Ortsteil Efkebüll bis zuletzt, denn Gewitterwolken hatten sich über dem Festplatz aufgetürmt. Sturmböen setzten ein und statt bisher wegen der Trockenheit Brandwache zu halten, fanden sich sofort Freiwillige ein, um Sturmwache zu schieben. Doch eine halbe Stunde vor dem Startschuss kam die Sonne wieder.

Viele Zuschauer und acht Mannschaften – zusammengewürfelte oder aus Vereinen des Dorfes und der Umgebung – fanden sich ein, um sich im Wettkampf um die begehrten Pokale zu messen. Auch Kinderspiele gab es – organisiert von Ramona Matthiesen, Ingrid Pahl und Debby Blockberger. „Ja, hier funktioniert Dorfgemeinschaft. Darauf bin ich stolz“, stellte Ortswehrführer Jan Oechsler fest. Er zog einmal mehr mit seinem Stellvertreter Lars Batze sowie Conny Kehl-Batze, Naamann Christiansen und Paul Christiansen aus dem Dörpsvereen hauptverantwortlich die Organisationsfäden.

Anfeuerungsrufe der Gäste schallten immer wieder über den Platz. Auch die Teilnehmer motivierten sich gegenseitig. Gern hätten sich einige davor gedrückt, den Wassergraben zu überwinden, denn genau darin bestand ja die größte Herausforderung. Für jede Aktion, ob geschafft oder nicht, gab es reichlich Applaus. „Die müssen geübt haben“, merkte Hannelore Friedrichsen aus Bordelum an. Auffallend wenige Springer gingen nämlich im kühlen Nass baden. Diejenigen, die hineinfielen, hatten die Lacher auf ihrer Seite. Vor den Sprüngen mussten sie auch noch Schikanen meistern und Geschicklichkeit unter Beweis stellen. So galt es, einen mit Wasser gefüllten Behälter – auf dem Rücken befestigt –, möglichst ohne Verlust zu transportieren. Pünktlich zur Siegerehrung war auch Langenhorns Bürgermeister Olde Oldsen vor Ort. Er habe großen Respekt vor dem Engagement der Ehrenamtler.

Den Sieg errang die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Bargum, dicht gefolgt von den Vorjahressiegern, dem Team der Freiwilligen Feuerwehr West-Langenhorn sowie dem Mix-Team „Die Drei von der Tankstelle“. Den Sonderpreis für originelles Outfit nahmen jubelnd „Die Feiglinge“ entgegen.

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