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Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost : Mit Schwung in die digitale Zukunft

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost in Husum setzt auf schnelles Glasfaser-Internet und die elektronische Einkaufskarte. Auf der Hauptversammlung bekamen die Mitglieder die Bühnentechnik im NCC gezeigt.

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erstellt am 10.Mär.2016 | 09:30 Uhr

Schon das Rahmenprogramm war etwas Besonderes: Zum Blick hinter die Kulissen des Nordsee-Congress-Centrums (NCC) hatten der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost (IGO), Ole Singelmann, und Messechef Peter Becker die rund 60 Teilnehmer an der Jahresversammlung eingeladen, die in diesem Jahr im NCC tagte. Dabei hat die Messegesellschaft eine Sonderstellung in der IGO inne: „Sie ist selbst Mitglied und zugleich sitzt die IGO in der Messegesellschaft und ist an dieser beteiligt“, erläuterte Becker, bevor Veranstaltungstechnik-Meister Michael Meier und sein Auszubildender Luca Scherf die Gäste auf eine Reise in die Geheimnisse der Steuerung des Bühnenzaubers entführten.

Nach dem anschließenden Catering berichtete Ole Singelmann über das abgelaufene Jahr und stellte die Zukunftspläne der 176 Mitglieder umfassenden Gemeinschaft vor – 15 mehr als noch vor zwölf Monaten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Erschließung des Gewerbegebietes mittels Glasfaserkabel für schnelles Internet, wobei ausdrückliches Lob an die Messegesellschaft erging: „Die hat sich mit 500.000 Euro beteiligt und erfüllt damit ihren ursprünglichen Zweck, die lokale Wirtschaft zu fördern“, so Singelmann. Die Betriebe im Bereich Siemensstraße, Otto-Hahn-Straße und Buschkamp seien bereits teilweise in der Lage, das Glasfasernetz der Bürger-Breitband-Netzgesellschaft (BBNG) zu nutzen. Ergänzend warb BBNG-Geschäftsführerin Ute Gabriel-Boucsein für die Mitgliedschaft in ihrer Gesellschaft: „Wir bieten nicht nur ein zukunftsfähiges Gigabyte-Netz, sondern auch viel Einsparpotenzial – wir sind zwei bis drei Mal so günstig wie andere Anbieter.“

Kritik äußerte Singelmann an den „langsam mahlenden Mühlen“, was die Erstellung des Tourismuskonzeptes für Husum und den Ausbau der Infrastruktur an der Westküste angeht: „Husum nutzt seine touristischen Möglichkeiten bisher nur ungenügend, dabei ist das das zweite Standbein für die Stadt neben den Gewerbesteuer-Einnahmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien“, mahnte er. Zumindest hätten Politik und Verwaltung das Problem erkannt und beschäftigten sich damit. Im Verein Infrastruktur Westküste sei die IGO durch ihren zweiten Vorsitzenden Hans Straßer vertreten. Der Verein habe die Planungskosten für den Ausbau der Bundesstraße 5 privatwirtschaftlich gesichert – mit guten Konditionen für das Land Schleswig-Holstein: „Wird gebaut, werden die Kosten erstattet, wird nicht gebaut, braucht Kiel nichts zurück zu zahlen.“

Eine Erfolgsstory seien die erste nationale Windmesse und die Husum-Card geworden. „Die Windmesse war zu 100 Prozent ausgelastet und wir hätten noch mehr Platz vermieten können, wenn wir die Fläche gehabt hätten“, so Ole Singelmann. Und von der Husum-Card als elektronischem Einkaufsgutschein seien seit ihrem Start vor 23 Monaten bereits 20.000 Exemplare verkauft worden, mit denen ein Umsatz von 510.000 Euro erzielt worden sei. „Das bindet Geld in der Region.“

Die turnusmäßigen Vorstandswahlen waren zügig abgehakt: Der zweite Vorsitzende Hans Straßer, Kassenwartin Antje Jessen und die Beisitzer Petra Blume, Thomas Holst, Ingo Jacobsen und Björn Knudsen wurden en bloc in ihren Ämtern bestätigt. Als Überraschungsgast sorgte Bauchredner Tim Becker mit seinem sprechenden Donut für einen humorvollen Ausklang der Veranstaltung.

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