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Hütehund-Meisterschaft in Ahrenviöl : Mit schaf-sinnigen Hunden zum Titel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wie gut Hund und Herrchen zusammenarbeiten können, zeigte sich bei der Deutschen Hütehund-Meisterschaft in Ahrenviöl. Der Sieger kommt aus Mecklenburg-Vorpommern.

Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt traf sich am Wochenende (13. bis 15. Oktober) auf den Ländereien des Ahrenviöler Landwirts Wolfgang Albertsen die deutsche Elite der Border Collies, um unter sich die allerbesten der besten Hütehunde zu ermitteln. Die Teilnehmer an dieser Deutschen Meisterschaft hatten dabei auch die Chance, sich für die Europäischen Meisterschaften (EM) im Jahr 2018 zu qualifizieren.

Unter den strengen Augen des britischen Wertungsrichters Tom Huddleston fanden die Qualifikationsläufe am Freitag und Sonnabend den ganzen Tag über statt. Das Finale der besten zwölf Teilnehmer folgte am Sonntag. Dabei ging es jeweils schon früh um 8 Uhr los – nur am Finaltag verschob sich der Start aufgrund des starken Nebels um einige Stunden. Denn die freie Sicht über den weitläufigen Trial ist Grundvoraussetzung dafür, beurteilen zu können, wie gut Hund und Handler (Hundeführer) harmonieren und ob die gestellten Aufgaben ordnungsgemäß gelöst werden.

Von ihren Herrchen nur durch Pfiffe und knappe Befehle gesteuert, liefen die Border Collies pflichtbewusst über das Feld und zeigten dabei auf beeindruckende Weise, was sie in jahrelanger, intensiver Ausbildung gelernt haben. Zu Beginn mussten sie den ihnen zugedachten Teil der Schafherde selbstständig von einem entlegenen Platz abholen und auf einer vorgegebenen Linie durch offene Tore zum Handler bringen. Spurabweichungen wurden dabei ebenso mit Punktabzügen geahndet wie Fehler beim Wegtreiben der Herde, beim Trennen einzelner Schafe von der Gruppe oder beim Einpferchen. Da sich in fast jeder Herde hartnäckige Ausreißer und Verweigerer befinden, kam es bei der Frage, ob die Aufgaben komplett erfüllt werden konnten oder die Zeit vorher abgelaufen war, hier und da auch auf das berühmte Quentchen Glück an.

Viele der 28 Wettkampfteilnehmer gingen gleich mit mehreren Tieren an den Start, darunter echte Meister ihrer Klasse. Gewonnen hat der junge Schäfer Hendrik Kienker (27 Jahre) aus Mecklenburg-Vorpommern mit seinem erst 1 1/2 Jahre alten Border Collie Star. Kienker hat auch den zweiten Platz belegt – mit seinem Hund Win. Der dritte Platz ging an Frauke Spengler aus Ulmen (Rheinland-Pfalz) mit Ace.

Ein kleiner Wermutstropfen für nicht-fachkundige Zuschauer war die fehlende Moderation.














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