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Neujahrsempfang St. Peter Ording : Mit Lichtblicken in das neue Jahr

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

St. Peter-Ording geht positiv in das Jahr 2016. Entsprechend zog sich das optimistische Thema des Gottesdienstes zum Neujahrsempfang durch den gesamten Tag.

Lebendig und informativ gestaltete sich der Jahresempfang, zu dem Gemeinde und Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating erstmalig gemeinsam in das Evangelische Gemeindezentrum eingeladen hatten. Nicht nur der Rückblick auf das vergangene, auch die Vorausblicke in das noch junge Jahr waren positiv. Der herrliche gestrige Winter-Sonnentag ließ eigentlich auch gar nichts anderes zu.

Begonnen hatte dieser mit einem von Pastorin Regine Boysen gehaltenen Gottesdienst in der St.-Peter-Kirche. Schon der Predigttext machte Mut – hieß es doch trotz aller Bedrängnis von außen: „Wir ängstigen uns nicht.“ Lichtmomente seien es, die in den Achterbahnfahrten des Lebens ermutigten. Solche Lichtblicke gab es dann auch beim sich anschließenden Empfang im Saal des Gemeindezentrums. Regine Boysen begrüßte mit einem Dank für das Erscheinen – die Plätze reichten fast nicht aus – und dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für die geleistete Unterstützung.

Bürgervorsteher Boy Jöns griff das in seinen einleitenden Worten für alle in und für die Gemeinde Tätigen auf. Dann holte er zunächst weit aus, erinnerte an die Besiedlung in Wittendün um 200 nach Christus, an die erste Erwähnung von St. Peter 1373 und an die Zuwanderung niederländischer Glaubensflüchtlinge sowie die Entwicklung des Badeortes mit Strandhotel, Badbrücke und die weitere touristische Entwicklung bis heute. „In St. Peter-Ording passiert sehr viel“, setzte er fort, sprach die Vorzüge des Lebens dort an – aber auch die Probleme. Hinsichtlich der Bearbeitung der Bebauungspläne sei man dran, aber die Gesetzeslage sei nun einmal schwierig und nicht auf einen Tourismusort zugeschnitten. „Ich versichere, wir sind dabei, lenkend einzugreifen.“ Auch die Asylproblematik ließ er nicht aus. Er lobte zwar die Vorgaben durch das Grundgesetz – aber: „Wie die große Politik damit umgeht, ist nicht unser Thema. Lasst es uns gemeinsam schaffen, dass wir die Asylbewerber integrieren.“ Den Umgang mit Urlaubern und Gästen gewohnt, sei man in besonderer Weise geeignet, das zu meistern.

Bürgermeister Rainer Balsmeier nahm das Motto für den Empfang „Erzähl mal“ – es ist zugleich Jahresthema des Kirchenkreises – wörtlich. „Das war ja eine ganze Menge“, begann er und zeichnete mit Zahlen, Daten und Fakten ein positives Bild in Sachen Finanzen, Ortsentwicklung und Tourismus. Zugleich aber sprach er die damit gestellten Herausforderungen an, den Erwartungen reiseerfahrener Gäste auch in Zukunft qualitätsmäßig gerecht werden zu können. St. Peter-Ording lebe ausschließlich vom Tourismus, machte er deutlich. Die gelungene Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen, die Zunahme sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze und die geglückte Schaffung der Lokalen Tourismus Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt (LTO) als touristische Basis gehörten zu seinen „Lichtblicken“. Anstehende Aufgaben sind Straßenbau und Kanalisation, die weitere Schaffung von Hauptwohnsitzen – auch über sozialen Wohnungsbau – sowie die Errichtung eines Mehrzweckgebäudes mit Barrierefreiheit am Strand, die Zusammenlegung der Bauhöfe, der weitere Ausbau der Promenade und mehr. Die Aufgabenvielfalt werde nicht weniger. In Ergänzung zu den Ausführungen des Bürgervorstehers zum Thema Asyl sagte er dann abschließend: „Die Ereignisse in Köln, Stuttgart und Hamburg dürfen nicht dazu führen, dass diejenigen Oberwasser bekommen, die nicht so eine Willkommenskultur wollen, wie wir sie in St. Peter-Ording haben.“

Christoph Jensen für die Kirchenmusik, Regine Boysen für die Kirchengemeinde und die ökumenische Zusammenarbeit vor Ort, Diakonin Andrea Streubier für die Urlauberseelsorge und Brigitte Ranft-Ziniel für die Kita der Gemeinden St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer Koog gaben alle positive Rückmeldungen für das abgelaufene Jahr und sahen froh in die Zukunft. Carl Orffs „Carmina Burana“ wird zur Aufführung kommen, die Nordkirche fördert Kirche und Tourismus mit zusätzlich einer halben Stelle bis ins Jahr 2024, in der Kita ist die Sprachförderung für fünf Jahre gesichert. Regine Boysen freute sich über den positiven Zuspruch seitens der Gemeinde und der Gäste zu den Gottesdiensten und zu der kirchlichen Arbeit im Ort über die Konfessionen hinweg. Mit großem Dank und irischen Segensgrüßen beschloss sie den offiziellen Teil des Jahresempfanges.

Wie auch schon zwischendurch gab es Beifall. Die Resonanz auf diesen Jahresempfang war eindeutig: Wiederholung in einem Jahr gewünscht.

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