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Breklumer Alltagshelden : Mit Karaoke fing alles an

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zehn Jahren steht Maren Breuer auf der Bühne, den Anfang machte ein Karaoke-Wettbewerb bei den Bredstedter Markttagen. Am Sonnabend, 27. Februar, gibt sie mit ihrer Band Alltagshelden ein kostenloses Konzert in Almdorf.

Maren Breuer wollte schon immer in einer Band singen. Doch bis zu ihrem Sieg im Rahmen eines Karaoke-Wettbewerbes bei den Bredstedter Markttagen im Jahre 2005 konnte die Breklumerin ihren inneren Schweinehund nicht überwinden. Zwei Jahre später sang die Mutter dreier Töchter in einer Flensburger Gruppe. Sie hörte dort zwar auf, aber seitdem bestimmen die Alltagshelden ihr musikalisches Leben. Eigentlich kein Name für eine Rockband – oder doch? „Der entstand spontan am Stammtisch, so wie auch unsere Band“, berichtet die Frontfrau, die seit zehn Jahren auf der Bühne steht, während sie sich im Probenraum – direkt an der Bundesstraße 5 in Breklum – auf den zweiten Teil ihrer Probe vorbereitetet. Freitags trifft sie sich dort mit Bandkollegen. Nach einer Pause trudeln diese langsam wieder ein und Breuer fängt – getreu dem Motto, dass die Stimme wieder warm werden muss – an zu singen: a capella.

Dabei schließt sie die Augen, intoniert den altbekannten Ohrwurm „Knockin’ on Heaven’s Door“ von Bob Dylan, wirkt wie versunken und eins mit den Tönen: mal piano, mal forte – voller Inbrunst ist sie bei der Sache. Unschwer hörbar ist das Timbre in ihrer Stimme. Eine Mischung aus Gianna Nannini und Tina Turner. Also kein Zufall, dass sie auch „Nutbush City Limits“ in ihr Repertoire mit aufgenommen hat.

Leise nehmen die Mitglieder der Cover-Band ihre Plätze an den Instrumenten ein. „Jetzt nur nicht Maren stören“, lautet ihre Devise. „Ich bin immer wieder beeindruckt über diese Stimme“, bekennt flüsternd Bassist Volker Maas, der die Geburt der Band miterlebt hat. Spontaner Applaus nach dem Schlussakkord lässt die Bandleaderin über beide Wangen strahlen. „Musik ist für mich Leben“, bekennt sie.

Weiter geht es Schlag auf Schlag. Es wird am neuesten Programm gefeilt. „Smoke to the Water“ von Deep Purple verschärft das Tempo und lässt das Domizil wörtlich erbeben. Bei aller Konzentration geht es locker zu. Die Musiker verstehen sich auch durch Gesten und Blicke, während sie spielen – und das sehr intensiv . Mit dabei sind Allrounder Stefan Ingwersen (Keyboard, Gesang, Mundharmonika, Gitarre), Holger Lorenzen (Rhythmusgitarre) und Finn Ponath (Gesang, Lead-Gitarre). „Wir machen Musik aus Spaß an der Freud und das zählt allein für uns. Wir sind eine reine Cover-Band, spielen Rock und Pop der 1970er und 80er Jahre“, sagt Schlagzeuger Michael Nithard. Mit „Shadow on the Wall“ von Mike Oldfield beschließen sie den Abend.

In gemütlicher Runde werden dann Erinnerungen an den Anfang der Band-Geschichte wach. Maren Breuer und Volker Maas gründeten die Formation. Mit im Boot waren damals der Schlagzeuger Dieter Krause und Gitarrist Tilman Schüßler, die 2011 aus gesundheitlichen Gründen aufhören mussten. Später kam Sebastian Laubach mit Gitarre und Gesang dazu. Frank Gutermann unterstützt die Band mit Technik. Kurzfristig war Maik Beta als Keyboarder dabei. Michael Nithard kam als Drummer dazu, Ingwersen wurde neuer Keyboarder. 2013 verstarb Tilman Schüßler.

Viele Auftritte auf Markt- oder Dorffesten, Benefizveranstaltungen – auch bei Jubiläen oder Familienfeiern – hat die Truppe seither hingelegt. Bei einem „OpenEi-Benefizkonzert“ in Witzwort konnten sie die Arena zu später Stunde zum Kochen bringen. Und weil die persönliche Erfolgsgeschichte mit Höhen und Tiefen nun viele Jahre hält, wollen die Musiker am Sonnabend, 27. Februar, ab 19 Uhr ein Konzert bei freiem Eintritt im Almdorfer Dörpshus, Schoolstraat 7, zum Besten geben. Spenden fließen an einen guten Zweck. „Wir möchten noch einmal richtig durchstarten“, sind sich die Musiker der Rock-Crew einig. www.alltagshelden.info




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