Oldersbek : Mit Geschick, Gleichgewicht und Gelächter

Im Tüllröckchen musste eine Aufgabe gelöst werden.
Im Tüllröckchen musste eine Aufgabe gelöst werden.

Bei den Oldersbeker Dorf-Festspiele wetteiferten elf Straßenteams um Punkte. Im Mittelpunkt stand aber der Spaß.

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06. August 2018, 11:00 Uhr

Oldersbek | Kaffee und Kuchen gab es an jeder Station umsonst – doch die Punkte mussten erst noch verdient werden. So viel sei vorweg verraten: Es war ein Riesenspektakel, ein Superspaß und ein Ereignis, das bis weit in die Nacht hinein gefeiert wurde. Begonnen hatten die nunmehr fünften Oldersbeker Dorf-Festspiele am (Sonnabend-)Mittag um 13 Uhr. Mit vollgepackten Bollerwagen zogen die elf Straßenteams kreuz und quer durch die Gemeinde. In sieben Straßen waren Spielstationen aufgebaut. Bei allem stand der Spaß im Vordergrund.

Bei Achim Berend auf Eiland war Wissen gefragt: Zunächst mussten die Teilnehmer in drei Minuten eine Deutschlandkarte als Puzzle zusammensetzen und dann innerhalb von zweieinhalb Minuten 16 Biersorten 16 Bundesländern zuordnen. An vielen weiteren Stationen war vor allen Dingen Geschicklichkeit gefragt – beispielsweise beim Schwammwerfen: Die wassergetränkten Schwämme mussten über eine Wand hinweggeworfen, dann in einem großen Glas ausgewrungen und leer wieder zurückgeworfen werden. Am Ende zählte die Wassermenge.

Im Knappweg durfte dann ausschließlich mit Wäscheklammern zwischen den Zähnen gearbeitet werden: starten, Socken schnappen, zweimal um den Baum herum und dann mit Klammern im Mund die Socken auf einer Leine aufhängen. Großes Gelächter in der Straße Grünthal: Da mussten die Männer in Tüllröckchen steigen, auf einem Balken balancieren und gleichzeitig nach vorne auf einen großen Zettel schauen, um acht ein- bis dreistellige Zahlen zu addieren – und das jeweils auf der Hin- und der Rücktour. Gelegentlich stimmte dabei sogar das Rechenergebnis – vom Balken fiel niemand.

Nicht nur die Teilnehmer hatten Riesenspaß – auch die Tüftler Achim Berend, Olaf Eikelberg, Kai Uwe Jacobsen und Ulrich Leba, die diese Dorf-Festspiele vor einem Jahrzehnt ins Leben riefen. Nach sechs Stunden waren die Spielstationen geschafft – und am Gemeindehaus wurden die Punkte gezählt: Den 1. Platz sicherten sich die Knappweger, den 2. Platz „De Redder is bedder“ und den 3. Platz die „Eiländer Jungs“. Alle anderen Straßenmannschaften kamen auf den 4. Platz. Und am nächsten Sonnabend (11.) wird weitergefeiert: Um 14 Uhr startet das Kinderfest.

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