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Poetry Slam : Mit den richtigen Worten zum Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Poetry-Slams sind Publikumsmagneten für den Husumer Speicher. Jetzt haben sich erneut neun junge und ältere „Poeten“ mit eigenen Texten auf die Bühne gewagt.

In die Hände klatschen und mit den Füßen trampeln sind beim Poetry-Slam für Zuschauer Pflicht. Seit inzwischen fünf Jahren findet im Speicher dieser Wettstreit mit Worten statt, bei dem die „Slammer“ mit eigenen Texten sechs Minuten Zeit haben, das Publikum zu unterhalten und zu begeistern: ob mit eigenen Kurzgeschichten, Gedichten oder einem Rap.

An diesem Abend versuchen sich gleich neun Entertainer, darunter ein Newcomer aus der Region: Daniel Schneider, der trotz lauten Applauses von rund 140 Besuchern nicht über die erste Runde hinauskommt. Diesmal gibt es eine Vorrunde mit drei Gruppen und ein Finale. „Das System ist jedes Mal etwas anders. Wir nehmen maximal zwölf Leute pro Slam, die sich vorher anmelden“, erklärt Speicher-Geschäftsführerin Noren Fritsch.

Spannend wird es durch die Mischung aus erfahrenen „Slammern“ und Teilnehmern, die das erste Mal dabei sind. Es kommt nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch auf die Performance. Abgestimmt wird nach jedem Auftritt. Wer gewinnt, entscheidet das Publikum. Intensität und Länge des Jubels – auf einer Skala von eins bis zehn – sind die Hauptkriterien, anhand derer die Leistungen eingeordnet werden. Moderator Björn Högsdal findet, dass jeder mindestens eine „Fünf“ verdient hat. Högsdal ist von Anfang an dabei.

Passend zum abwechslungsreichen Abendprogramm sorgen die Leipziger Singer-Songwriter Tim Ludwig und Oliver Haas als Band „byebye“ für Stimmung.

Zehn Punkte erhält am Ende Fabian Navarro aus Hamburg, der sich damit im Finale gegen seine beiden Konkurrenten aus Nordfriesland, Carsten Martin Johannsen und Stefan Schwarck, durchsetzt. „Fabian ist ein erfahrener Slammer, ein alter Hase“, lobt Noren Fritsch den Gewinner, der schon bei einigen Slams auf der Bühne gestanden hat, in Husum aber erst zum zweiten Mal dabei ist.

Mit zwei Büchern und einer flüssigen regionalen Spezialität macht er sich später auf den Weg nach Hause. Als Zugabe liest Navarro aus seinem Buch „Von A nach B“ eine mehrseitige Geschichte vor, die nur aus einem einzigen Satz besteht.

Die Speicher-Geschäftsführerin ist mehr als zufrieden: „Ich fand diesen Jubiläums-Slam atmosphärisch schön und freue mich, dass diese Veranstaltung seit Beginn von den Husumern sehr gut angenommen wird.“

Der erste Poetry-Slam kam 1986 in Chicago auf die Bühne. Inzwischen trage auch Husum seinen Teil dazu bei, dass in Deutschland die Lust am Slam ungebrochen sei, wie die Leiterin des Speichers hervorhebt.

Der nächste Poetry-Slam lässt nicht lange auf sich warten. Er ist für Freitag, 20. November, geplant. Noren Fritsch rechnet erneut mit einem vollen Haus. Poetry-Slams seien eben bei allen Generationen beliebt.

 

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