Aktionstag auf dem Marktplatz : Mit dem Fahrrad zum Einkaufen

Radfahren ist eine umweltfreundliche Alternative zum Auto und  obendrein noch gesund.
Foto:
Radfahren ist eine umweltfreundliche Alternative zum Auto und obendrein noch gesund.

Schon jetzt sind viele Husumer mit dem Fahrrad unterwegs. Aber wenn es nach der Arbeitsgruppe „Innovative Verkehrskonzepte“ ginge, dürften es gern noch mehr werden. Deshalb lädt sie für Sonnabend (28. Juni) zu einem Infotag auf dem Marktplatz ein.

von
27. Juni 2014, 17:00 Uhr

Husum auf Augenhöhe mit Amsterdam oder Kopenhagen? Na ja, ein paar Unterschiede gibt es da schon noch, aber in einem Punkt kommt die Storm-Stadt den beiden Metropolen schon ziemlich nahe. Vor allem donnerstags, wenn Markt ist, präsentiert sich Husum gern als Mekka der Fahrradfahrer. Dann wird es an einigen Stellen im Stadtgebiet vor lauter Drahteseln schon mal richtig eng. Das ist umso erstaunlicher, als das Radwegesystem der Kreisstadt chronisch zu wünschen übrig lässt. Zwar gibt es inzwischen ein Radwegekonzept, doch dessen Umsetzung lässt auf sich warten, weil die Radwege nur eines unter vielen, zum Teil Jahrzehnte alten Verkehrsproblemen sind. Und so holpern die stoischen Storm-Städter in weiten Teilen des Stadtgebiets noch immer über Buckelpisten, die den Namen Radweg nicht einmal auf dem Papier verdienen.

Doch eine Lösung scheint in Sicht, seit der Bauausschuss im Dezember vergangenen Jahres einem Antrag von SPD, CDU und Wählergemeinschaft gefolgt ist und die Entwicklung eines „integrierten Verkehrskonzeptes“ auf den Weg gebracht hat. Seither bemüht sich eine Planungsgruppe, der neben Fachleuten aus der Verwaltung auch Vertreter des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie der Wirtschaft und der Polizei angehören, die unterschiedlichen Verkehrsaspekte in ein umfassendes „Mobilitätskozept“ einfließen zu lassen.

Dass diese Planungsgruppe mehr erreichen möchte als eine weitere Interimslösung, mag man daran ermessen, dass sie auch künftige Entwicklungen wie das geplante „Schlossquartier“ auf dem und rund um das Gelände des Husumer Kaufhauses in ihre Überlegungen einbezieht. Zur Koordinierung des Prozesses hat der Hauptausschuss darüber hinaus eine Lenkungsgruppe eingesetzt. Abschließende Ergebnisse werden noch in in diesem Jahr erwartet.

Wie sehr sich die Situation in der Vergangenheit immer wieder verändert hat, zeigt das Beispiel Hafenstraße. Noch zu Beginn des neuen Jahrtausends gab es Bestrebungen, den Verkehr von Westen nach Osten – also genau in entgegengesetzter Richtung wie jetzt – durch die Innenstadt zu lenken. Das ist mit dem Ausbau der Hafenstraße wohl endgültig vom Tisch. Und auch die Fertigstellung der Westtangente dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben, dass nun endlich an einer dauerhaften Lösung gearbeitet wird.

Das erhofft sich auch die Arbeitsgruppe „Innovative Verkehrskonzepte“, die vor mehr als zehn Jahren aus der Zukunftskonferenz 2030 „Husum nimmt Kurs“ hervorgegangen und bis heute aktiv ist. Seither macht sie sich auch über die Fahrrad-Stadt von morgen Gedanken und lädt dazu am Sonnabend, 28. Juni, von 10 bis 16 Uhr zu einem Informationstag auf den Marktplatz ein. Gemeinsam mit den Ortsgruppen Husum und Tönning des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) will sie über das Thema „Mit dem Rad zum Einkaufen“ informieren und zeigen, dass der Drahtesel auch auf diesem Feld eine umweltfreundliche und gesunde Alternative zum Auto darstellt. Unter anderem erfahren die Besucher Wissenswertes über neueste Trends bei der Ausstattung von Fahrrädern für Einkaufszwecke. Aber auch Fragen der Sicherheit und des Komforts werden angesprochen. Die Wanderausstellung des ADFC Schleswig-Holstein wird durch die Bingo-Umweltlotterie gefördert.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen