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Dreifache Auszeichnung : Mit besonderem Ehrgeiz zum Ziel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Drei junge Leute wurden in Niebüll mit der goldenen Jugendhandwerksmedaille der Nord-Ostsee-Sparkasse, Urkunden und Geldpreisen ausgezeichnet.

Mit der Verleihung der Jugendhandwerksmedaille hat die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) zum achten Mal drei junge Leute geehrt, die es trotz widriger Umstände geschafft haben, ihre Berufsausbildung erfolgreich zu beenden. Mit ihnen wurden auch die Handwerksunternehmen und deren Ausbilder ausgezeichnet, die Geduld und Einfühlungsvermögen gezeigt und ihnen Perspektiven geboten haben.

Dank gebühre den Ausbildungsbetrieben ebenfalls dafür, dass sie alle drei Preisträger weiterbeschäftigen, hieß es bei einer Feierstunde in der Bildungs- und Arbeitswerkstatt Südtondern gGmbH auch. Zur Verleihung der Medaillen hieß BAW-Geschäftsführer Hauke Brückner die Protagonisten in der Einrichtung am Niebüller Peersweg willkommen.

Südtonderns Kreishandwerksmeister Ingwer Christophersen sprach von „besonderen jungen Menschen, um die es hier geht und die es wahrlich nicht leicht hatten“. Nospa- Vorstand Enno Körtke schaltete der Ehrung einen „Werbeblock“ vor und machte damit das Bankunternehmen bekannt, das im Landesteil Schleswig neben seinem wirtschaftlichen auch gesellschaftliches Engagement zeigt und dabei zu den größten Sponsoren zählt. Die Nospa beschäftige 95 Azubis, von denen 34 jüngst ihre Ausbildung beendeten – bei 27 Neueinstellungen.

Finn Brandt, Leiter der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland in Niebüll – mit 2500 Schülern, dem größten Schuleinzugsgebiet im Land und einer Schule, die „anders ist als Schulen anderswo“ – äußerte sich stolz über die Durchlässigkeit des Bildungssystems. An seiner Schule, so Brandt, werde in einer Vielzahl von Bildungsgängen und in 38 Ausbildungsberufen unterrichtet.

Körtke und Christophersen zeichneten die drei Preisträger aus und verliehen ihnen die Nospa-Goldmedaille. Der erste Preis ging an Friseurin Mica Christy Christiansen (Ausbildungsbetrieb „Salonfähig“ von Marie-Adine Wagner, Sylt-Ost). Auf der spanischen Insel Gran Canaria aufgewachsen, kam sie vor vier Jahren nach Deutschland, nachdem sie in mehreren europäischen Ländern gelebt hatte. Um sich den Lebensunterhalt zu verdienen, jobbte sie nach Feierabend in der Gastronomie, führte Hunde aus und strickte Mützen – bis sie den Gesellenbrief in der Handtasche hatte.

Der zweite Preisträger, Jan Bühmann, schaffte es nach etlichen Rückschlägen bis zum Abschluss als Hochbaufacharbeiter (Betrieb Clausen Hochbau-GmbH, Wyk auf Föhr). Den dritten Preis gewann Malerin Anne Catrin Schreiber (Malereibetrieb Eberhardt, Sylt-Ost). Trotz schulischer Probleme ließ sie sich nicht von ihrem Ziel „Gesellenbrief“ abbringen.

Die Verleihung war mit Geldpreisen in Höhe von 750, 500 und 250 Euro dotiert. Den Preisträgern und ihren Betrieben wurden Urkunden überreicht. Der Ehrung wohnte auch Margarethe Ehler, stellvertretende Kreispräsidentin, bei.

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