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Ausstellung in der Bürgerschule : Miniaturwelt für Eisenbahn-Freunde

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine große Modelleisenbahnanlage im Dachgeschoss der Husumer Bürgerschule darf besichtigt werden. Die verantwortliche Interessengemeinschaft plant, das Modell zu erweitern.

Vorsichtig nimmt Jörg Ketelsen die kleine Zugmaschine in die Hand und setzt sie auf die Gleise im Miniformat. Die Modelleisenbahnanlage im Dachgeschoss der Bürgerschule ist für ihn eine faszinierende Welt. Derzeit haben der stellvertretende Vorsitzende der Interessengemeinschaft „Modelleisenbahn Husum“ und seine 26 Mitstreiter viel zu tun. Die Technik muss überprüft werden, damit sich wirklich alle Züge in Bewegung setzen, wenn interessierte Gäste vorbeischauen. Denn an jedem Adventssonnabend sind die Räume für Besucher von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Am ersten Sonnabend hatte Vereinsmitglied Uwe Kürten seinen dreijährigen Enkel Mark aus Ostenfeld mitgebracht. Mit strahlenden Augen beobachtete der kleine Mann, wie ein Zug mit mehr als zehn Waggons vor ihm vorüberfuhr. „Eine Modelleisenbahn zu besitzen war für uns Kinder das Größte“, erzählte der Großvater. Und tatsächlich kommen immer wieder erwachsene Eisenbahn-Freunde vorbei, um ihren Kindheitstraum noch einmal aufleben zu lassen: „Wir haben viele Stammgäste, die Jahr für Jahr in der Adventszeit kommen“, berichtete Jörg Ketelsen. „Wer als Kind vom Modelleisenbahn-Virus erfasst wurde, der wird ihn sein Leben lang nicht mehr los.“

Was die Vereinsmitglieder in den vergangenen Jahren zusammengetragen und aufgebaut haben, zeigen sie der Öffentlichkeit nur zu gern. Im kommenden Jahr hat die Modelleisenbahn bereits seit fast 20 Jahren eine feste Adresse in der Bürgerschule. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft haben sich allerdings schon viel früher gefunden. „Wir sind erstmals im November 1990 zusammengekommen“, merkte Ketelsen an.

Zwei Jahre später stand dann die Vereinsgründung im Terminkalender. In den ersten Jahren trafen sich die Mitglieder in der mittlerweile abgerissenen Gaststätte Friedrichsberg zum Klönen. Dort wurde auch die Idee geboren, gemeinsam eine Anlage aufzubauen.

Wie ein Wanderzirkus zog der Verein mit seiner damals noch recht kleinen Anlage von Ort zu Ort. So war sie auch in der früheren Stadtpassage zu finden, wo sie wie ein Magnet auf die Kunden wirkte. 1996 bekam der Verein dann ein festes Zuhause in der Bürgerschule. Zwei Jahre lang wurde dort an der Modelleisenbahnanlage gebaut.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und zieht jedes Jahr unzählige Besucher an. Auf fast 150 Meter Schienen bewegen sich fast 20 Züge, die unzählige Wagons hinter sich herziehen. „Doch die Arbeiten sind noch nicht beendet“, verriet Jörg Ketelsen im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir haben uns vorgenommen, noch ein Bahnbetriebswerk aufzubauen.“ Auch eine Dampf-Lokomotive soll her, die dann wie ihre große Schwester schnaubend ihre Bahnen ziehen wird.

Die Anlage kann am 5., am 12. und am 19. Dezember, jeweils von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Und wer Interesse hat, im Verein mitzumachen, sollte mit Jörg Ketelsen (Telefon 04841/81295) Kontakt aufnehmen.

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