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Kunstvolle Rückansicht: : Mineralwasser mit Kultur-Status

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Nordsee-Congress-Centrum steht Ende September das Kultur-21-Festival auf dem Programm – eine Art Leistungsschau des nordfriesischen Kulturlebens. Aus diesem Anlass hat der Husumer Mineralbrunnen jetzt eine Sonderedition mit Künstler-Etiketten aufgelegt.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 11:30 Uhr

Solche Initiativen sind ganz nach dem Geschmack von Johanna Jürgensen, weil hier Menschen zusammenkommen, die sich für ihre Region einsetzen. Und das passt hervorragend zum Kultur-21-Festival, dessen Projektleiterin Jürgensen ist und das Ende September auf seine Weise Zeichen für einen quirligen Landstrich und sein erstaunlich lebendiges Kulturleben setzen soll. Da hilft es natürlich sehr, wenn das Festival-Logo – durch einen Zufall oder kann man schon von Fügung sprechen? – bereits Monate davor massenhafte Verbreitung findet: auf der Rückseite von Mineralwasserflaschen.

Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Vorhaben hatte Reinhold Seidel, Geschäftsführer des Husumer Mineralbrunnens. „Warum machen wir eigentlich keine Künstler-Etiketten?“, fragte er vor einiger Zeit im Kollegenkreis und stieß damit auf ungeteilte Zustimmung. Noch am selben Tag nahm Seidel Kontakt zur Projektgruppe des Kultur-21-Festivals auf, und eine Woche später hatte er bereits eine Liste mit Künstlern auf dem Tisch, die mitzumachen bereit waren: Uwe Thomas Guschl, Hans-Ruprecht Leiß, Manuel Knortz, Rene Schoemakers und Fabian Vogler.

Auf Vermittlung der Planungsgruppe schickten sie dem Unternehmen Repros mit einer Auswahl ihrer Bilder, die dieses jetzt – gemeinsam mit dem Festival-Logo – auf die Rückseite des Husumer Wassers bringt. „Das war technisch gar nicht so einfach“, räumt Seidel ein. Und auch Hans-Ruprecht Leiß, der die Gelegenheit sogleich beim Schopf packte, um mal wieder in seiner Geburtsstadt vorbeizuschauen, weiß aus langjähriger Erfahrung, wie viel Feinarbeit nötig ist, „damit die Etiketten am Ende nicht völlig anders aussehen als das Original“.

Aber schon die ersten Ergebnisse aus der Repro-Anstalt waren mehr als vielversprechend, und so konnte vor dem Wochenende bereits die erste Charge mit den Künstler-Etiketten versehen und ausgeliefert werden.

Zu diesen Zweck hat die Firma übrigens eigens eine neue Maschine angeschafft. Klar, dass das Projekt vor diesem Hintergrund keine Eintagsfliege bleiben soll. „Wir würden die Künstler-Edition unseres Wassers gern über das Kultur-21-Festival hinaus fortführen und auf andere Kunstgattungen wie Musik, Theater oder Literatur ausdehnen“, sagt Reinhold Seidel.

Die Flaschen mit den Künstler-Etiketten sind ab sofort im Handel erhältlich und wurden neben dem Hinweis auf das Kultur-21-Festival auch mit den Kontaktadressen der Künstler versehen. „Eine tolle Werbung für unser Festival“, freut sich Johanna Jürgensen, die keinen Moment zögerte, sich das Ganze aus nächster Nähe anzuschauen.

In einer ersten Füllung legt der Husumer Mineralbrunnen 60000 grüne (medium) und 40000 weiße Flaschen (classic) auf. Die Gesamtauflage wird zunächst mehrere 100000 Stück betragen. Und wenn dann der Sommer so richtig durstig und Lust auf mehr „Kult“-Wasser macht, sollen im Juni weitere 300000 Stück mit zum Teil neuen Motiven und anderen Künstlern folgen. „Ein Grund mehr, sich auf die warme Jahreszeit zu freuen“, findet Künstler Hans-Ruprecht Leiß.

Und tatsächlich: Im Hochsommer wird die Produktion dann auf mehrere Millionen Flaschen anwachsen – eine echte Unterstützung nicht nur für das Kultur-21-Festival, sondern auch für die Kunstszene in Schleswig-Holstein und besonders für den künstlerischen Nachwuchs im Lande, hofft Seidel.

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