Bredstedt : Millionen-Investition in Neubau

Das künftige Gebäude (hier ein Entwurf) der Seniorenresidenz Bredstedt ist für 100 Bewohner ausgelegt.
Das künftige Gebäude (hier ein Entwurf) der Seniorenresidenz Bredstedt ist für 100 Bewohner ausgelegt.

Die Alloheim-Seniorenresidenz in Bredstedt, die jüngst in die Negativ-Schlagzeilen geriet, soll erneuert werden. Im Herbst 2019 soll alles fertig sein.

shz.de von
07. März 2018, 13:00 Uhr

Die Alloheim-Seniorenresidenzen in Bredstedt und Niebüll sind aufgrund von schweren Vorwürfen zur Unterbringung und Pflege der Bewohner sowie in Bezug auf die personelle Besetzung vor Kurzem in die Schlagzeilen geraten. Doch zumindest in Bredstedt soll sich die Wohnsituation zukünftig zum Positiven ändern.

Schon im Mai soll der erste Gebäudetrakt (Skizze, B 1) abgerissen werden, um Platz für einen Neubau mit 100 Bewohnerplätzen zu machen. Entstehen soll ein Gebäude in H-Form in dessen Mitte sich der Haupteingang befindet. Sowohl im Erdgeschoss als auch im ersten Stock sind jeweils 50 Einzelzimmer mit gut 16 Quadratmeter Wohnraum sowie einem integrierten fünf Quadratmeter großen Bad vorgesehen. Der Bezug des neuen Wohntrakts ist für den Herbst des kommenden Jahres geplant. Direkt im Anschluss soll dann in einem zweiten Abschnitt das zweite Altgebäude (B 2) einem Neubau weichen.

Dies bestätigte die Pressestelle der in Düsseldorf ansässigen Betreibergesellschaft, die auf Anfrage mitteilte: „Unmittelbar nach dem Erwerb der Wohnanlage im Frühjahr 2016 hat Alloheim mit der Neubauplanung begonnen. In das neue Gebäude investieren wir rund neun Millionen Euro“.

Vorgestellt wurde das Bauvorhaben bereits Anfang Februar im nichtöffentlich tagenden Koordinierungskreis, dem Bürgermeister sowie Fraktions- und Ausschussvorsitzende angehören. Da das Gelände jedoch bereits überplant ist und sich aus dem Bauvorhaben keine Umnutzung des Areals ergibt, hatte die Präsentation lediglich informellen Charakter.

„Ein Neubau ist seit Jahren im Gespräch. Doch durch zwei Besitzerwechsel ist daraus bisher nichts geworden. Deshalb sind wir froh, dass jetzt endlich in diesen Standort investiert wird“, erklärte der erste stellvertretende Bürgermeister Christian Schmidt (CDU). Er persönlich könne die Vorwürfe gegenüber der Einrichtung im Übrigen nicht bestätigen. „Mein Großvater war dort einige Monate in Pflege, und der Service sowie die Mitmach-Angebote haben ihm gut gefallen“, fügte er hinzu.

Zur Situation der momentanen Bewohner berichtete Schmidt, dass ihm die Heimleitung auf Anfrage mitgeteilt habe, dass für praktisch alle Bewohner eine adäquate Unterbringung gewährleistet sei. Die meisten Bewohner werden übergangsweise in das verbleibende Gebäude ziehen. „Außerdem siedeln einige nach Niebüll um. Und es gibt Bewohner, die ganz ausziehen, weil sie sich für eine andere Einrichtung entschieden haben“, zählte er auf.

Ebenfalls bestätigt worden sei ihm, dass das Personal ohne Einschränkung komplett weiter beschäftigt werde. „Erstens müssen die Menschen vor Ort versorgt werden. Zudem hat das Unternehmen aufgrund des Pflegekräftemangels sicher kein Interesse daran, gut ausgebildetes Personal zu verlieren, denn dann fehlt dies am Ende ja wieder“, mutmaßte Christian Schmidt.

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