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Friedrichstadt : Millionen für die Schulsanierung

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die erste von drei Bauetappen der Schulsanierung in Friedrichstadt beginnt mit den Sommerferien. Drei Jahre lang soll das Gebäude energetisch modernisiert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro.

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erstellt am 27.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Die Ausschreibung ist beendet, das Material wird bereits bestellt. Wenn alles weiter nach Plan verläuft, dann wird am Montag, 25. Juli, dem ersten Schul-Sommerferientag, mit der Sanierung der Friedrichstädter Gemeinschaftsschule begonnen. Die Eider-Treene-Schule stammt nämlich aus den 1970er Jahren und soll nun den heutigen Erfordernissen angepasst werden. Insgesamt werden in drei verschiedene Bauabschnitten zusammen rund 3,6 Millionen Euro in die energetische Modernisierung des Gebäudes investiert. In die Bauphase I, die in diesem Sommer laufen wird, sind es aber „nur“ 1,6 Millionen Euro.

Bereits Anfang dieses Jahres hatte die Stadt in ihrem Haushalt diese Summe berücksichtigt, konnte aber noch keine konkreten Planungen vorlegen, da die Schule in dem Holländerstädtchen offiziell eine Außenstelle der Tönninger Einrichtung gleichen Namens ist. Daher ist auch das dortige Bauamt für die Planungen und Terminvergabe zuständig, und nicht, wie bei anderen Bauten in Friedrichstadt, das Amt Nordsee-Treene. Die frühere Realschule ist weiterhin in der Trägerschaft der Stadt – und die hat damit auch die Hoheit über die finanziellen Angelegenheiten.

Anfänglich waren für den ersten Bauabschnitt 1,3 Millionen Euro eingeplant, doch nach den Ausschreibungen musste auf 1,6 Millionen Euro erhöht werden, teilte Bürgermeister Eggert Vogt mit. Das bestätigt auch Mathias Ahrendt von der Tönninger Verwaltung, der für die Modernisierungs-Planung der Schule zuständig ist. So sollen in den Sommerferien die Fenster, Heizungen, Lüftung, Fußbodenbeläge, der Schallschutz und Teile des Hauptdaches erneuert werden. Hinzu kommt die Sanierung des sogenannten Schmetterlings, einer speziellen Dachkonstruktion über der Aula. Seit mehr als zehn Jahren lassen sich dort nur noch zwei Fenster öffnen, und wegen der speziellen Bauform neigt das Dach zu Undichtigkeiten. Im nächsten Jahr sind dann quasi nahezu identische Arbeiten in einem weiteren Teil der Schule vorgesehen. Der dritte Sanierungsabschnitt schließlich sieht neben der Dacherneuerung auch den Austausch der Fenster im Verwaltungs- und Lehrerbereich vor.

Gefördert wird die Sanierung durch ein spezielles Schulprogramm des Landes, das besonders auf Bedarfsempfängergemeinden zugeschnitten ist. Zudem, so erläuterte der Bürgermeister, sei die Splittung in drei Bauabschnitt aus zwei Gründen geschehen. Zum Einen könne die Stadt die Summe nicht auf einmal stemmen, zum Zweiten könnten so drei Förderanträge gestellt werden.

Die Stadt hat in den vergangen Jahren bereits viel in den Ausbau der Eider-Treene-Schule investiert. Im vergangenen Jahr waren es allein rund 450  000 Euro, die in den Bau von drei naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen gesteckt wurden. Ausgestattet sind sie mit modernsten Materialien, darunter auch Whiteboards.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich musste die Stadt im Vorjahr noch einmal tief in die Kasse greifen. Wegen der unerwartet vielen Schüler, die sich für das Schuljahr 2015/16 angemeldet hatten, mussten drei Unterrichtscontainer aufgestellt werden. Sie wurden von der Stadt zum Stückpreis von 30  000 Euro gekauft und nicht gemietet, da sie nicht nur als vorübergehendes Provisorium dienen sollen. „Sie sind vollwertige Unterrichtsräume, man merkt den Unterschied zu einem Klassenraum im eigentlichen Haupthaus nicht“, sagt dazu Vogt.

Burkhard Beierlein, Leiter der Friedrichstädter Außenstelle, freut sich über die anstehenden Arbeiten. Er will mit seinem Kollegium und den Schülern den Handwerkern unter die Arme greifen – besser ihnen die Arbeit erleichtern. „Vor den Sommerferien werden einige Klassenräume von uns selbst leergeräumt, so dass dort nicht noch Zeit mit dem Ausräumen, Einlagern und wieder Einräumen verloren geht.“

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