Standort-Wechsel nach Dreimühlen : Mildstedter Nospa-Filiale zieht ins Einkaufszentrum

In Mildstedt soll künftig nur noch eine SB-Filiale bleiben.
In Mildstedt soll künftig nur noch eine SB-Filiale bleiben.

Die Nord-Ostsee-Sparkasse zieht mit ihrer Mildstedter Berater-Filiale ins Husumer Einkaufszentrum Dreimühlen, wo es bislang nur eine SB-Zweigstelle gibt.

shz.de von
12. Mai 2015, 11:30 Uhr

„Mehr Sparkasse. Das volle Programm, gleich nebenan.“ – das ist das Versprechen, das die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) laut Pressemitteilung ihren Kunden mit dem Aufbruch in ein neues Zeitalter im Privatkundengeschäft gibt. Im Mittelpunkt stehen 19 Standorte der Nospa, die bis Ende 2015 zu Regionaldirektionen ausgebaut werden. Im Herbst steht die Eröffnung der Regionaldirektion Husum inklusive der daran angeschlossenen Filialen im Mittelpunkt.

Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren. Sie betreffen auch den Nospa-Standort im Einkaufszentrum Dreimühlen, über den seit einiger Zeit Verhandlungen geführt und die nun erfolgreich zum Abschluss gebracht wurden. Die dortige SB-Filiale wird im Herbst in eine moderne, großzügige Berater-Filiale umgewandelt. Wie Nospa-Pressesprecher Burkhard Lauritzen dazu auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, geht damit ein Umzug in die zurzeit leer stehenden Räumlichkeiten des ehemaligen Tierfutter-Geschäftes Fressnapf einher.

Eine umfassende Marktanalyse der Nospa habe gezeigt, dass die Kunden ihre Sparkasse unter anderem dort erwarten, wo sie einkaufen. „Diesem Wunsch kommen wir mit der Umwandlung des SB-Standortes in eine mit Mitarbeitern besetzte Filiale im Nahversorgungszentrum Dreimühlen nach“, sagt Nospa-Vorstand Michael Hinz.

Parallel wird die weniger als einen Kilometer vom Standort Ostenfelder Straße entfernt liegende räumlich beengte Nospa-Filiale im Dorfkern von Mildstedt zu einem SB-Standort umgebaut. Die Kunden der Nospa sowie die breite Öffentlichkeit sollen laut abschließender Pressemitteilung rechtzeitig darüber informiert werden, zu welchem konkreten Termin die Standort-Veränderungen umgesetzt werden.

Derweil hat sich die Husumer CDU in einer Vorstandssitzung unter der Leitung ihres Vorsitzenden Jan Sörensen Gedanken über die absehbare Schließung der zum Verkauf stehenden Nospa-Filiale in Rödemis gemacht. In einem Brief an den Vorstand der Sparkasse wird die Nospa aufgefordert, im Rahmen der Daseinsvorsorge den gesetzlichen Versorgungsauftrag in Husum für alle Kreise der Bevölkerung zu erfüllen. „Wir denken“, so CDU-Vorstandsmitglied Ralf Fandrey, „dass sich die Sparkasse nun um die Senioren kümmern muss, die von dieser Umstrukturierung betroffen sind.“ In absehbarer Zeit werde es auch in Husum zu den angekündigten Filialschließungen kommen – „und unsere Senioren müssen für ihre Bankgeschäfte längere Wege auf sich nehmen, ohne dass dafür, mit Ausnahme eines Geldliefer-Services, spezielle Lösungshilfen angeboten worden sind. Da kann man nicht gerade sagen, dass diese Zielgruppe umworben wird.“

Wie dazu aus einer Pressemitteilung weiter hervorgeht, stellte sich die CDU die Frage, was sich da machen ließe beziehungsweise wie man helfen könne. „Eine Möglichkeit erschien uns, die Abwicklung des Online-Bankings mehr anzupreisen und dafür in den zu schließenden Filialen Werbung zu machen. Bei den Senioren geht es in erster Linie darum, dass Online-Banking insgesamt kennenzulernen und die Sicherheit des Verfahrens zu verstehen. Dies könnte zum Beispiel durch das Angebot von Schulungen in der Sparkasse geleistet werden.“ Dass die Senioren offen für Computer-Schulungen seien, zeigten die Angebote und Nachfrage in der Altenbegegnungsstätte, so Fandrey.

„Wir sind nicht glücklich mit den Schließungen der Filialen und SB-Standorte, jedoch sollte sich die Nospa nun, auch aufgrund ihrer guten Geschäftszahlen, um die Kunden kümmern, die von diesen Maßnahmen besonders betroffen sind“, erklärte Sörensen abschließend.

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