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Nordfriesischer Verein : Menschen für Kulturarbeit begeistern

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der neue Geschäftsführer des Nordfriesischen Vereins will Bewährtes fortführen und frische Ideen einbringen.

Wachwechsel in der Bredstedter Schaltzentrale des Nordfriesischen Vereins, dem 26 Verbände mit rund 5000 Mitgliedern angehören: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat Wolf-Rüdiger Konitzki jetzt nach 15 Jahren die Geschäftsführung abgegeben. Sein Nachfolger ist Jörgen Vilsmaier-Nissen.

„Im Oktober 2002 habe ich die Geschäftsführung des Dachverbandes übernommen“, erinnert sich der 76-jährige Konitzki. „Mein Ziel war es von Anfang an, die friesische Sprache unter das Volk zu bringen“, sagt er rückblickend. Durch Lese- und Literaturabende, Kindertheater auf Friesisch und Plattdeutsch oder Kinderkrimis in friesischer Sprache – auch die Vorlesewettbewerbe gehörten zu den Highlights. „Dies ist nur mit Unterstützung der unzähligen ehrenamtlichen Helfer möglich gewesen“, betont er. Für die Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins, Gudrun Fuchs, war Konitzkis Wirken „ein Glücksfall“. Er wurde denn auch mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet.

Ehrenamtlichkeit ist auch für seinen Nachfolger ein großes Thema: „Das Engagement der vielen Helfer muss mehr honoriert und in den öffentlichen Mittelpunkt gestellt werden“, sagt Jörgen Vilsmaier-Nissen. Ihr Einsatz dürfe nicht als selbstverständlich hingenommen werden. „Unser Problem ist es, dass wir im kulturellen Bereich zu viel Arbeit, aber zu wenige Arbeiter haben.“

Wichtig ist für ihn künftig auch der Ideenaustausch der Vereine und Gruppen untereinander. So müsse der Kontakt zwischen den 26 Verbänden und den vielen Privatpersonen intensiviert werden. „Ohne diesen Kontakt und die Gemeinschaftspflege wird die Arbeit einschlafen“.

Er wolle die segensreiche Arbeit seines Vorgängers Wolf-Rüdiger Konitzki fortsetzen, werde aber eigene Ideen einbringen, kündigte der 53-jährige an, der in den 1980er-Jahren beim Kreis als Verwaltungsangestellter tätig war und Friesisch spricht.

Vilsmaier-Nissen folgt dem Leitsatz „Man wird reicher und reifer mit jeder Arbeit, die man macht.“ Und er hat eine bewegte Geschichte: „Die letzten zehn Jahre habe ich der Organisation der Karriere meiner Ehefrau, der Opernsängerin Irmgard Vilsmaier, gewidmet und durch sie die Welt kennengelernt. Asien, Amerika und die europäischen Metropolen sind mir wohlbekannt und vertraut.“ Künftig gilt sein Augenmerk verstärkt der Pflege der friesischen Kultur. Und er möchte Menschen gewinnen, „die aus Begeisterung mitmachen“.

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