Melf Söth: Schaltschränke werden auch nach Äthiopien geliefert

Schon lange in der Firma: Mitarbeiter Jürgen Dahlke.  Foto: mone
Schon lange in der Firma: Mitarbeiter Jürgen Dahlke. Foto: mone

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01. Dezember 2009, 03:59 Uhr

Sicherungen, Relais, Klemmen und unendlich viele Meter an Kabeln sind sorgsam in grauen Schaltschränken platziert. Für Laien offenbart sich ein Blick hinein wie ein Buch mit sieben Siegeln, für die Mitarbeiter von Melf Söth ist es dagegen ihr täglich Brot. Sie alle sind Spezialisten, wenn es um den Bau von Schalt- und Regelanlagen geht. Vergleicht man leere und bestückte Schaltkästen in der Werkstatt, wird schnell klar, was die Facharbeiter leisten, welchen Durchblick sie haben und welche Feinmotorik sie auszeichnet.

Das gilt auch für die Mitarbeiter, die gleich nebenan in ihren Büros sitzen und aufwendige Schaltpläne per Computer erstellen. "Wir entwickeln individuelle Pläne, die den Erfordernissen unserer Kunden entsprechen. Dabei werden auch die Vorgaben von Planungsbüros berücksichtigt", so Mitarbeiter Hans Pletsch. Oft kommt es vor, das Altanlagen auf den neuesten Stand gebracht werden müssen und damit im Ergebnis sparsamer und effizienter mit Energie umgegangen wird.

Trotz Sisyphus-Arbeit, die eine hohe Konzentration verlangt, ist die Stimmung unter den Elektro-Profis entspannt. "Unsere Mitarbeiter sind größtenteils schon viele Jahre bei uns, wir können uns auf sie hundertprozentig verlassen", freut sich Melf Söth.

Vor 25 Jahren machte sich der Elektrikermeister und Techniker mit seinem Betrieb selbstständig. Auf den Bau von Schaltanlagen wurde er zuvor bei seinem damaligen Arbeitgeber, der "Michaelsen Wärmetechnik GmbH" in Husum, aufmerksam. Nach Gründung seines Ein-Mann-Betriebes arbeitete er anfangs in seinem Wohnhaus, Ehefrau Karina unterstützte ihn im Büro. 1994 stand eine Vergrößerung an - Büro und Werkstatt wurden im Moorackerweg 4 gebaut.

Die in Ahrenviöl bestückten Schaltschränke und Steuerungen für Lüftungs-, Heizungs- und Klimaanlagen sind hauptsächlich in großen Gebäuden zu finden. Schulen, Krankenhäuser, Bundeswehren und weitere öffentliche Bauten gehören dazu.

"Wir haben viele Stammkunden im nördlichen Schleswig-Holstein", erzählt Melf Söth. Aber auch in Äthiopien, Polen, Dänemark, Nordamerika, Frankreich und Spanien sind Schaltschränke aus der nordfriesischen Werkstatt zu finden. "Das sind aber Einzelfälle", so der Unternehmer. Das

25-jährige Bestehen des Unternehmens wird mit den Kunden, Mitarbeitern, Freunden und Nachbarn gefeiert.

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