Vollsperrung bei Husum : Schwerer Unfall auf der B5 – vier Verletzte

Die Fahrerin des Kleinwagens wurde bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt.
Die Fahrerin des Kleinwagens wurde bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt.

Drei Fahrzeuge waren an einem schweren Unfall beteiligt. Die B5 blieb drei Stunden lang voll gesperrt.

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23. Dezember 2014, 13:45 Uhr

Mildstedt | Am Dienstagmorgen um kurz nach 8 Uhr ereignete sich auf der B5 bei Mildstedt (Kreis Nordfriesland) ein schwerer Verkehrsunfall. Die zu diesem Zeitpunkt äußerst stark befahrene Hauptverkehrsader blieb in der Folge für mehr als drei Stunden gesperrt. Vier Menschen verletzten sich bei dem Unfall zum Teil schwer – eine davon lebensgefährlich. An den drei beteiligten Fahrzeugen entstanden Totalschäden.

Eine aus Norden kommende Autofahrerin geriet aus bislang ungeklärter Ursache zwischen den Abfahrten „Husum-Süd“ und „Mildstedt/Rödemisser Chaussee“ in den Gegenverkehr. Die 33-jährige Nordfriesin, die allein mit ihrem roten Seat Arosa unterwegs war, kollidierte dabei mit einem aus Süden kommenden weißen Ford Transit aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Der Aufprall zwischen dem Transporter und dem Kleinwagen erfolgte mit ungeheurer Wucht – bei dem größeren Transit wurde das linke Vorderrad samt Teilen der Achse abgerissen und blieb mitten auf der Fahrbahn liegen. Der aus Norden kommende Fahrer eines Ford-Focus versuchte noch auszuweichen, krachte aber frontal in das Hindernis.

Innerhalb weniger Minuten bildeten sich auf der B5 lange Staus bis weit hinter die Abfahrten Husum-Süd und Ostenfelder Landstraße. Ersthelfer bemühten sich um die Schwerverletzten. Lebensgefährliche Verletzungen erlitt dabei die in dem Kleinwagen eingeklemmte Fahrerin. Die zentrale Rettungsleitstelle Nord in Harrislee reagierte sofort – und umfassend: Aus Koldenbüttel wurde die mit Rettungsschere und Spreizer ausgerüstete Unfallfeuerwehr alarmiert; aus Mildstedt rückte die dortige Feuerwehr mit Rüstwagen und zwei weiteren Einsatzwagen sowie 22 Einsatzkräften an.

Vor Ort fanden die Retter „absolut ungünstige Witterungsbedingungen“ vor: Der starke Wind und der heftige Regen erschwerten die Arbeiten. Unterschiedliche Aussagen gibt es zum Eintreffen der Rettungswagen: Ein Lkw-Fahrer beklagte laut, „dass es sehr lange gedauert hat, bis der erste Rettungswagen hier aufgetaucht ist“. Die Mildstedter Feuerwehr versichert, dass ihre Einsatzkräfte zügig vor Ort waren, da diese die Nacht hindurch bereits im benachbarten Husum in der Beseler Straße bei einem Großbrand im Einsatz waren und somit rasch erreichbar waren.

Der Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 musste abdrehen. Einsatzkräfte sagten, eine Landung sei vor Ort nicht möglich gewesen. Ein Notarzt nahm schließlich die Versorgung mit den Teams dreier Rettungswagen vor.

Die vielbefahrene Bundesstraße blieb bis nach 11 Uhr in beiden Richtungen voll gesperrt. Die Umleitungsstrecken, die durch die Kreisstadt Husum führten, waren innerhalb kürzester Zeit überlastet. Viele Lkw konnten auf der Fahrbahn nicht drehen, da sich zu beiden Seiten Leitplanken befinden und die Banketten vom Regen aufgeweicht sind. Auch auf der B5 bildeten sich lange Schlangen.

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