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Sankt Peter-Ording : Phosphorfund am Strand – Jacke gerät in Brand

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Schon zum zweiten Mal in dieser Woche wurde in Schleswig-Holstein gefährlicher Phosphor gefunden. In Sankt Peter-Ording stand die Jacke einer Frau in Flammen, nachdem sie einen vermeintlichen Bernstein eingesteckt hatte.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2014 | 15:47 Uhr

Sankt Peter-Ording | Schock beim Strandspaziergang: Eine Frau aus Nordrhein-Westfalen hat am Strand von St. Peter Ording Steine gesammelt und offenbar einen Phosphorbrocken in ihre Jackentasche gesteckt, den sie für Bernstein hielt. Kurz darauf habe die Jacke der Frau Feuer gefangen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Der Ehemann habe vergeblich versucht, den Stein aus der Jacke zu holen. Schließlich schaffte die Frau es, die Jacke abzustreifen. Beide erlitten Brandverletzungen und mussten ambulant behandelt werden. Bei dem Stein handele es sich wohl um Phosphor, das sich nach dem Trocknen unter Kontakt mit Sauerstoff selbst entzündet habe, teilte die Polizei weiter mit.

Erst wenige Tage zuvor hatte sich ein achtjähriges Mädchen beim Steinesammeln am Plöner See mit brennendem Phosphor verletzt. Das Kind war mit Verbrennungen an den Oberschenkeln in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Schülerin habe den vermeintlichen Stein beim Sonntagsspaziergang in die Hosentasche gesteckt, wo er zu brennen begann.

Phosphor kann sich bei Raumtemperatur an der Luft selbst entzünden. Die britische Luftwaffe nutzte die Chemikalie im Zweiten Weltkrieg als Füllung für Brandbomben. Überreste davon werden noch immer angespült oder freigelegt. Nach Polizeiangaben kam es in der Vergangenheit landesweit vereinzelt zu Unfällen mit Phosphor, den Sammler für Bernstein oder Ähnliches hielten.

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