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Suche in Nordfriesland : Mann stirbt vor St. Peter-Ording im Watt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Spaziergang im Watt endete für einen Touristen tödlich. Mit zwei Rettungsschiffen und zwei Luftkissenbooten suchten die Einsatzkräfte nach dem Mann. Er hatte sich verirrt.

An der Nordsee begann das neue Jahr für die Einsatzkräfte mit einer dramatischen Suchaktion und einem ersten Todesfall: In St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) haben die Einsatzkräfte am 1. Januar einen Spaziergänger aus Nordrhein-Westfalen tot geborgen. Den Angaben der Rettungskräfte zufolge hatten sich der 49-Jährige und seine Frau zuvor im Watt verirrt, als sie von Wasser eingeschlossen wurden. Bei ihrem Spaziergang bemerkten sie nicht, wie sie immer weiter vom Weg abkamen. Unterwegs versperrte ihnen dann ein tiefer Priel den Weg. Die Frau konnte schwimmen und sich so in Sicherheit bringen.

Da sich das Unglück bei ablaufendem Wasser ereignete, hätte es wahrscheinlich bei besserer Kenntnis der Gegebenheiten nicht dazu kommen müssen, sagte Wolfgang Boe von der Wasserschutzpolizei am Donnerstag. Wäre das Paar seinen eigenen Fußspuren entlang zurückgegangen, hätte es einen sicheren Weg gefunden.

Nach dem Mann suchten Rettungskräfte am Abend zunächst nach einer Vollalarmierung mit einem großen Aufgebot. Ein Rettungshubschrauber der Bundesmarine kam dabei ebenso zum Einsatz wie zwei Rettungsschiffe, zwei Luftkissenboote der DLRG und Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr. Gut eine Stunde dauert die Suche – und endete mit trauriger Gewissheit. Am Ende hätten die Rettungskräfte den Kampf um das Leben verloren, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte. Der Urlauber aus einem Landkreis in der Nähe von Bonn in Nordrhein-Westfalen wurde leblos auf einer Sandbank weit draußen im Meer liegend gefunden und konnte nur noch tot geborgen werden. Ein Hund, der mit dem Paar im Watt unterwegs war, wurde nach Angaben der Feuerwehr nicht gefunden.

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erstellt am 02.Jan.2014 | 09:27 Uhr

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