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Nordfriesland : Großbrand bei Oldersbek - Feuerwehr ohne Wasser

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In der Nähe von Oldersbek brennt ein Wald. Die Feuerwehr kommt, sperrt ab, löscht - bis die dicken Schläuche plötzlich in sich zusammenfallen. Was folgt, ist für die Einsatzkräfte „Stress und absolut schweißtreibende Arbeit“.

Das ist der Albtraum einer jeden Wehr schlechthin: ein Großeinsatz - und dann kein Wasser. Am Donnerstagmittag bei Oldersbek in Nordfriesland wurde er Wirklichkeit. Der Vollalarm für die Oldersbeker Feuerwehr und umliegenden Wehren kam um 12 Uhr. Neben der Landesstraße 37 brannte ein Wald. Der Boden war knochentrocken, der enorme schwarze Rauchpilz war bis zur B5 zu sehen - und die liegt mehr als zehn Kilometer entfernt. Gezielt gingen die vielen Einsatzkräfte den großen Flächenbrand vor: Atemschutzträger kamen zum Einsatz, ein Rettungswagen des Landkreises war vor Ort. Die L37 zwischen Oldersbek und Ostenfeld wurde voll gesperrt, der Verkehr weiträumig umgeleitet.

Das Wasser musste außerorts aus dem einzigen in der Nähe verfügbaren Hydranten entnommen werden. Schläuche wurden über die sonst viel befahrene Straße verlegt. Um 13  Uhr dann großes Entsetzen: Die dicken Schläuche fielen in sich zusammen, das Wasser blieb aus. Mittels Feuerpatschen setzten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung fort; eilig wurden Notdienstarbeiter des zuständigen Wasserverbandes Treene in Osterwittbekfeld alarmiert. Diese stellten dann nach Fehlersuche einen Rohrbruch in der Hauptleitung bei Ostenfeld fest. Glück für die Einsatzkräfte: Unter den zahlreichen Einsatzfahrzeugen befanden sich drei Tanker, die je 2000 Liter Wasser an Bord nehmen konnten. Im Pendelverkehr und unter Blaulichteinsatz schafften diese Fahrzeuge das Wasser aus einigen Kilometern in Oldersbek heran. „Stress und absolut schweißtreibende Arbeit“ war das laut den Wehrführern vor Ort.

Um 14 Uhr stand dann eine eilends hergestellte Notleitung zur Verfügung, die dann nach kurzer Unterbrechung auch durchgehend Löschwasser lieferte. Der Einsatz war erst um 15 Uhr beendet. Immer wieder flammten Glutnester auf. Die Brandursache ist noch unbekannt.

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erstellt am 01.Mai.2014 | 17:00 Uhr

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