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Neubau am Viöler Ortsrand : Meierei-Umzug in trockenen Tüchern

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde und die Meierei Viöl wollen nach deren Umzug gemeinsam eine Kläranlage bauen. Die neuen Milchtanks werden eine Höhe von 16 Metern erreichen. Der Neubau ist nötig, da im Ort nicht mehr erweitert werden kann.

Die Meierei in Viöl wird wegen der beengten Verhältnisse ihre Produktionsstätte in das neu geschaffene Gewerbegebiet verlegen. Mit diesem Thema beschäftigt sich der Bau,- Planungs- und Umweltausschuss seit geraumer Zeit. Um dies zu erreichen, muss der Flächennutzungsplan geändert werden, worüber in der jüngsten Sitzung beraten wurde. In der unmittelbar zuvor abgehaltenen Öffentlichkeitsbeteiligung wurde den Gästen der geänderte Flächennutzungsplan erläutert.

Das Gebiet liegt zwischen der Kreisstraße 66 im Süden und der Landstraße 28 (Norstedter Straße) im Norden und ist etwa 3,4 Hektar groß. „Für die Oberflächenentwässerung wird ein Anschluss an das bestehende Regenrückhaltebecken des Gewerbegebietes Mühlengrund in Aussicht gestellt“, erklärte der Planer. Eine Ausgleichsfläche von knapp 8000 Quadratmeter sei erforderlich. „Die Bauten auf dem Gelände werden zwischen sechs und zehn Meter hoch werden“, so der Planer weiter, allerdings werden die Milchtanks insgesamt 16 Meter hoch, 15 Meter Tank und ein Sockel.

Diskutiert wurde über die benötigten Ausgleichsflächen. Ausschussvorsitzender Armin Grünberg schlug vor, dass die Landeigentümer, die als Bauern die Meierei tragen, auch die Ausgleichsfläche bereitstellen sollten. „Wir müssen sonst teure Flächen kaufen und benötigen aber die Flächen im Ökokonto für die weitere Gemeindeentwicklung.“ Angedacht ist nun, dass die Gemeinde bestehende Ausgleichsflächen zunächst zur Verfügung stellt und die Meierei später Flächen in gleicher Größe an anderen Stellen wieder zur Verfügung stellt. Darüber soll nun in Gesprächen mit der Meierei verhandelt werden. Am Ende beschloss der Ausschuss, den Planungsentwurf öffentlich auszulegen und die beteiligten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange von der Auslegung zu benachrichtigen.

Weiter beriet das Gremium über den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan mit der Nummer 23. Das Gebiet umfasst den Ortskern zwischen den Straßen Markt, Westernde, Kirchenweg sowie der Kirche. Ziel ist es, eine geregelte städtebauliche Entwicklung des Ortskerns festzuschreiben. Das Gebiet umfasst im Ortskern die Straßen Markt, Westernde und den Kirchenweg sowie die Kirche. Und auch hierfür segnete der Ausschuss den Aufstellungsbeschluss ab. Behörden und Träger sonstiger öffentlicher Belange sollen nun schriftlich zu Stellungnahmen aufgefordert werden. Außerdem sollen die Pläne in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Der städtebauliche Vertrag zwischen der Gemeinde und der Meiereigenossenschaft Viöl ist inzwischen geschlossen. Dies berichtete Grünberg und wies darauf hin, dass man vereinbart habe, beim Neubau der Kläranlage zusammenzuarbeiten. Die voraussichtlichen Kubikmeter-Kosten für Abwasser sollen noch geklärt werden. Auch das Schwimmbad kam in der Sitzung zur Sprache. Dort läuft Regenwasser über das Gelände. Schuld daran ist eine defekte Tonleitung, die auf gut 15 Meter erneuert werden muss. Bei einer Überprüfungen wurde zudem festgestellt, dass das Duschwasser in die Oberflächenentwässerung eingeleitet wird.

In seinem Bericht verwies Armin Grünberg auf einen Ortstermin am ZOB. Hintergrund ist die Absicht, an dieser Stelle einen Fahrradunterstand aufzustellen. Außerdem soll dort ein kleines Wasserspiel errichtet werden.





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erstellt am 07.Okt.2014 | 21:00 Uhr

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