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Wachstum in Witzwort : Meierei: Pläne liegen beim Land

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Meierei Witzwort möchte eines Tages erweitern können. Jetzt wartet sie auf die Zustimmung von der Landesplanung.

Das Thema Meierei zog einmal mehr viele Bürger in die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Witzwort im Roten Haubarg. Der Vorsitzende, Holger Drosdowski, hatte dazu den Planer, Diplom-Ingenieur Reimer Ivers, eingeladen. „Wir befinden uns in einem sehr frühen Stadium der Planung. Es sollen auf lange Sicht zukunftsweisende Weichen für die Weiterentwicklung des Betriebes gestellt werden“, erklärte Drosdowski einleitend. „Das Verfahren steht noch ganz am Anfang“, bestätigte Ivers. Im Kern geht es um eine mögliche Erweiterung des Betriebs auf einer angrenzenden Fläche.

Zunächst sei das Vorhaben und die damit verbundenen Planansätze mit dem Kreis Nordfriesland abgestimmt worden, so Ivers weiter. Dabei hätten alle maßgeblichen Fachabteilungen bereits positive Stellungnahmen abgegeben. Die daraus resultierende Planungsanzeige liegt der Landesplanung vor. „Wir wollen wissen, ob unsere Pläne der Raumordnung widersprechen. Das schafft größtmöglichste Sicherheit für die weiteren Schritte. Erst danach wird weiter gearbeitet“, so Ivers. Im Moment sei er dabei zu sammeln und eine erste Planzeichnung vorzubereiten.

Noch nicht geklärt sei der Standort der Kläranlage, die laut behördlichen Auflagen eine Nummer größer konzipiert werden müsse. Die vorhandene Anlage sollte eigentlich ursprünglich aus dem vorderen Betriebsgelände im Osten in den westlichen Bereich verlegt werden. Doch nun sei eine andere Lösung und ein damit verbundener ganz neuer Standort im Gespräch, nämlich außerhalb des Areals. Dazu müsste aber eine zum Verkauf anstehende Fläche in Richtung Ohlfelder Weg/Bahnhof erworben werden. Sollte das klappen, müsste der Antrag sehr genau begründet werden, weil es sich nach § 35 Baugesetzbuch um einen Außenbereich handelt. Die Erschließung dürfte kein Problem sein. Er schlage als eleganteste Lösung vor, die Bauleitplanung dann in zwei Abschnitte zu unterteilen, nämlich zum einen hinsichtlich der Erweiterung Meierei, zum anderen Bau der Kläranlage. Dann würden quasi zwei Sondergebiete entstehen. Zudem müsse er noch klären, wie groß die Fläche überhaupt für eine externe Kläranlage sein muss. Man müsse wissen, dass diese schon in etwa die Ausmaße einer Biogasanlage haben dürfte. Schall- und Sichtschutz wären dabei wichtige Aspekte. „Ich warte die Bemühungen der Meierei wegen des Ankaufs oder Findung einer anderen Fläche ab“, so Ivers.

Um Weiterentwicklung ging es auch beim nächsten Thema, dem in Planung befindlichen B-Gebiet Nr. 8 im Süden des Dorfes, begrenzt von der Straße Süden im Westen, dem Süderohlfelderweg im Osten, angrenzend an das Baugebiet im Gertzweg im Norden und im Süden am Uelvesbüll-Witzworter Sielzug. Dort hatte die Landesplanung acht Baugrundstücke zugelassen. Ivers stellte dem Gremium die wichtigsten Festsetzungen vor. Die Zuwegung soll über den Ohlfelderweg erfolgen. Das Areal wird als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, so dass nur nicht störende Gewerbebetriebe zugelassen werden.

Auf den Grundstücken ist lediglich eine Wohneinheit je Gebäude zulässig. Die Grundstücksflächen liegen zwischen 749 und 821 Quadratmetern. Es sollen nur symmetrische Sattel-, Walm- oder Krüppelwalmdächer mit einer Dachneigung von 25 bis 50 Grad zulässig sein sowie Pultdächer einseitig geneigt und mit gegeneinander geneigten Dachflächen. Nur einfarbige Dacheindeckungen mit Dachziegeln und Betondachsteinen in den Farben rot, rot-braun, braun, grau, anthrazit und schwarz sollen erlaubt sein. Wintergärten sind nur an das Hauptgebäude in Holz-, Kunststoff- oder Aluminiumbauweise anzudocken. Kleinkraftwindanlagen sind nicht zulässig. Auf die Frage aus der Runde, nach der Zeitschiene, erklärte Ivers, dass der erste Spatenstich spätestens im Sommer 2017 erfolgen kann.

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