Schulausschuss Tönning : Mehrere Möglichkeiten zur Wahl

Mehr Platz zum Spielen sollen die Tönninger Kita-Kinder bekommen.
Mehr Platz zum Spielen sollen die Tönninger Kita-Kinder bekommen.

Der Tönninger Schulausschuss prüft für die Kita-Erweiterung eine günstige sowie eine große Lösung, die die Schule einschließt.

shz.de von
11. September 2018, 18:27 Uhr

In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses ging die Bürgermeisterin Dorothe Klömmer auf die Kita-, Schul- und Sportstättenentwicklung ein. Mit den beteiligten Planern, der Schulleitung und den Vorsitzenden der Fachausschüsse hatte Ende August eine Kick-Off-Veranstaltung stattgefunden, wobei für das Projekt Sporthallen-Anbau an die Grundschule am Ostertor gerade erst die Verträge mit den Planern vorbereitet werden, so, dass eine entsprechende Veranstaltung in Kürze stattfindet.

Zur Erinnerung: Wegen dringenden Erweiterungsbedarfs der städtischen Kindertagesstätte – Grundlage war die Bedarfsanalyse 2018 – sollte nach dem Willen der Ausschussmitglieder sowie Stadtvertreter ein Planungsbüro beauftragt werden. Benötigt wird ein Raum für eine neue Krippengruppe, ein Bewegungsraum, eine größere Küche, Mensa, sanitäre Anlagen mit Wasch-, Dusch-, und Wickelbereichen, Personalräume, Büro- und Besprechungsräume und Lagerkapazitäten.

Matthias Ahrendt vom Bauamt stellte zwei Vorentwürfe vor. „Das sind erste Ideen. Die Feinabstimmung soll mit allen Akteuren und letztendlich mit der Politik geschehen“, sagte der Fachmann. So gebe es die kleine Variante mit einem im Neubau integrierten Bewegungsraum – wie mit allen Beteiligten abgesprochen – von 80 Quadratmetern, der Norm entsprechend. Der zweite Entwurf hole etwas aus und integriere die wenige Meter entfernte Turnhalle im Rieper Weg, die dann mit einem direkten Zugang vom Neubau her zu erreichen wäre. Dort würde ein Bewegungsraum in einer Größe von rund 400 Quadratmetern entstehen, der zugleich die Sportangebote der nahen Eider-Treene-Schule mit abdecken könnte. Dort bestehe ja entsprechender Bedarf. Auch der Tönninger Sportverein würde davon profitieren.

Die große Lösung dürfte bei 1,6 Millionen Euro Investitionskosten liegen, die kleine bei 600.000 Euro. Für das Bauvorhaben wird eine Sonderbedarfszuweisung von 350.000 Euro zur Verfügung stehen. Weitere Fördermittel müssten generiert werden.

„Das ist zu groß geplant, und wir wissen noch nicht einmal, wie viele Fördermittel es gibt. Ich bin für die kleine Variante“, sagte Helge Prielipp (CDU). Als TSV-Chef könne er immer mehr Hallen gebrauchen, doch man müsse wegen der Finanzen auf dem Teppich bleiben. Zuallererst brauche die Grundschule eine neue Halle, danach sei erst die ETS dran. Stefan Runge (SPD) wies darauf hin, dass selbstverständlich die Planung auch für den Anbau an die ETS parallel laufe, und da müsse eben sämtlicher Bedarf abgeklopft werden. Der ETS-Anbau sei ja durch die Stadtvertretung beschlossene Sache.

„Wir sollten auf den Bedarf abstimmen, und den haben Kita und ETS. Das Thema wird uns weiter beschäftigen“, so der stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende Horst-Werner Knüppel, der für den erkrankten Vorsitzenden Hauke Schmidt eingesprungen war.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen