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Jugend im Fokus : Mehr Zeit für Präventionsarbeit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Fachausschuss von St. Peter-Ording spricht sich für mehr Stunden für den Leiter des Jugendzentrums aus. Ferner soll der preisgekrönte Runde Tisch zur Sucht- und Drogenprävention künftig mit einem hauptamtlichen Koordinator verstärkt werden.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 18:00 Uhr

„Alle Achtung vor Ihrer Arbeit.“ Mit diesen Worten sprach die Vorsitzende Wiltrud Kraas dem Leiter des Jugendzentrums St. Peter-Ording ihren Respekt aus. Daniel Schädler hatte in der Sitzung des Jugendausschusses der Gemeinde eine beeindruckende Bilanz vorgelegt. „Wir können mit unseren Jugendlichen sehr zufrieden sein und haben sozusagen eine heile Welt“, begann er seinen Bericht. Das Jugendzentrum beteiligte sich am ersten Winterdorf im vergangenen Jahr. Die Resonanz war äußerst positiv, so dass für den 13. bis 15. Dezember eine Neuauflage geplant ist. Auch die Konfirmandenfreizeit mit dem Thema Neid und die Unterrichtseinheiten Zivilcourage und Rechtsextremismus wurde sehr gut angenommen. Im Sommer sorgte das Musical „Re-Boot“ für Begeisterung.

Der Stundenumfang des geprüften Sozialmanagers kann allerdings den Anforderungen des Jugendzentrums nicht mehr gerecht werden. Aufgrund der momentanen Koppelung mit der offenen Ganztagsschule, die Schädler zudem betreut, kann das Jugendzentrum erst am späten Nachmittag öffnen. Die Belange der Jugendlichen drohen in den Hintergrund zu geraten, denn es fehlt an Zeit. Eine Beschlussvorlage für den Ausschuss sieht nun vor, die regelmäßige Wochenarbeitszeit des Jugendpflegers von 27 auf 39 Wochenstunden zu erhöhen. „Wir halten dies für richtig, es wäre sehr gut investiertes Geld“, brachte Bürgermeister Rainer Balsmeier es auf den Punkt.

Und da es nun gerade um die Präventionsarbeit ging, leitete er direkt über zu einem weiteren Großprojekt: dem Runden Tisch zur Sucht- und Drogenprävention unter Leitung von Hans Jörg Rickert. Dieses preisgekrönte Projekt besteht seit 2000, der Koordinator arbeitet dabei Hand in Hand mit diversen Institutionen. Veranstaltungen zum Thema Illegale Drogen oder Alkoholprävention und die beliebte Jim’s Bar, an der alkoholfreie Drinks ausgeschenkt werden, sind Beispiele der praktischen Arbeit. Doch auch hier wird Unterstützung notwendig. Die Arbeit des Runden Tisches müsse auch über das große Engagement des im Ruhestand befindlichen Hans Jörg Rickert hinaus weiter intensiv betrieben werden. „Wir benötigen die Einrichtung der Stelle eines hauptamtlichen Koordinators mit 14 Wochenstunden“, erläuterte Balsmeier die Beschlussvorlage. Und es müsse Schulsozialarbeit auch an den Gymnasien angeboten werden. Eine geschulte sozialpädagogische Fachkraft könne dort eingebunden werden. Einen Bereich dieser Arbeit stellt beispielsweise die Hausaufgabenbetreuung dar. „Da von Elternseite aus immer weniger Zeit für die Unterstützung der Hausaufgaben besteht, wäre dies ein äußerst ernst zu nehmender Aufgabenbereich“, erläuterte die Vorsitzende Wiltrud Kraas. Georg-Werner Jensen sprach im Namen der sich einigen Runde. „Die Beschlussvorlage ist in sich schlüssig, dem kann man nur zustimmen.“

Zustimmung erhielt auch der Leiter der Gemeindebücherei, Andreas Falkenhagen. Viele Sonderprogramme, wie zum Beispiel die „Lesepiraten“ oder die Krimitage sorgten für ein großes Interesse an dieser Institution. Der seit elf Jahren aktive Leiter berichtete von einem ereignisreichen Jahr. Doch auch wenn man sich in ruhigem Fahrwasser wähne, gebe es eine kleine Sorge. Die Anzahl der Ausleihen sei leicht rückläufig. Außerdem handele es sich bei den Ausleihen weniger um Printmedien, also Gedrucktes, als um AV-Medien, wie zum Beispiel Filme. Beunruhigend fand es der Bürgermeister dennoch nicht. Die Bücherei sei eine wichtige, beliebte Einrichtung im Ort, und mit den vorgelegten Zahlen liege man immer noch auf hohem Niveau.

Auf die schriftlicheFrage eines Anwohners, warum der Skater-Park abgebaut wurde, erklärte Balsmeier, es habe keine deutliche Nachfrage nach dem Gelände gegeben, eher sei es ein Dorn im Auge geworden, weil er als Partyplatz fehlgenutzt wurde.

In der Runde als neue bürgerliche Mitglieder begrüßt wurden schließlich Manuela Eisermann und Jörn Tiedemann.

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