zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

12. Dezember 2017 | 01:34 Uhr

Neues Baugebiet : Mehr Wohnraum in Langenhorn

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Fachausschuss spricht sich für ein neues Baugebiet mit neun Grundstücken aus. Nun muss nur noch die Gemeindevertretung zustimmen, dann kann mit den Planungen begonnen werden.

„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen“ – den Satz prägte einst Antoine de Saint-Exupéry (1900–1944). Nach diesem Motto handelten nun einmal mehr die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses von Langenhorn, denn seit Jahren besteht in der Kommune Bedarf an Grundstücken für Menschen aller Altersklassen. So empfahl das Gremium dem Gemeinderat, einen Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 22 zu fassen. Die Einzelheiten legten sie fest, nachdem Diplom-Ingenieurin Sophie Rossow vom Planungsbüro EffPlan in Jübek gemeinsam mit ihrem Chef, Hansjörg Brunk, den Entwurf vorgestellt hatte.

So soll auf der grünen Wiese, direkt gegenüber dem Langenhorner Pastorat, eine Fläche für etwa neun Grundstücke in einer Größe zwischen 800 und 900 Quadratmetern als sogenanntes allgemeines Baugebiet ausgewiesen werden. „Bei einem allgemeinen Baugebiet wären störende Gewerbebetriebe ausgeschlossen“, erläuterte die Planerin. Zugelassen werden sollen allerdings nicht-störende Unternehmen, wie beispielsweise Anwälte, Steuerberater oder Dienstleister für Büroarbeiten. Die Meinung aus der Runde war diesbezüglich zunächst geteilt. Einige befürchteten Belästigungen durch Autoverkehr. So heiß gegessen wie gekocht, werde, so der Ausschussvorsitzende Uwe Bahr, sicher nicht. Die relativ engen Straßen würden etwaige Besucherströme fernhalten und die Autofahrer Parkplätze außerhalb des kleinen Wohngebietes, beispielsweise auf dem nahen Friedrich-Paulsen-Platz, aufsuchen lassen. Ansonsten sollen zwei Stellplätze pro Wohneinheit zugelassen werden. Die Zufahrten müssen offenporig hergestellt werden, damit das Regenwasser versickern kann.

25 Prozent der Grundstücksfläche darf bebaut werden. Auf den größten drei Grundstücken können zweigeschossige Häuser entstehen, auf vier Flächen Doppelhäuser, ansonsten nur eingeschossige. Die Firsthöhe wurde auf 8,70 Meter über Straßenhöhe begrenzt, die Sockelhöhe auf 30 Zentimeter.

Um der weiteren Abnutzung der am schlimmsten betroffenen Wirtschaftswege entgegenzuwirken, votierten die Mitglieder für den Empfehlungsbeschluss zur Sperrung der Straßen Loheider Boolenweg, de Kröge und Twisenbrök in der Zeit vom 15. November bis zum 31. Januar. Auf einen Ortsentwicklungsplan soll laut einstimmigem Beschluss verzichtet werden. Eine entsprechende Planung würde laut Kostenvoranschlag 18.800 Euro kosten.

Auf Anfrage einer Bürgerin zur Situation der Flüchtlinge berichtete Bürgermeister Horst Petersen, dass nach wie vor dringend Wohnraum im Amt Mittleres Nordfriesland gebraucht werde. Bis zum Jahresende sollten bis zu 1000 Menschen untergebracht werden. „Es wäre fatal, wenn wir Sammelunterkünfte einrichten müssen“, so Petersen. Diesbezüglich sei bereits auf Amtsebene eine der Turnhallen in Langenhorn im Gespräch gewesen. Die Entwicklung müsse abgewartet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen