zur Navigation springen

Neues Kapitel in Bürohaus in Bredstedt : Mehr Wohnraum für Geflüchtete

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Bredstedter Fachkrankenhauses entstehen Gemeinschaftswohnungen für etwa 20 Flüchtlinge. Nebenan ist ein Ort der Begegnung geplant.

Seit Monaten steht das rot verklinkerte Gebäude an der Husumer Straße 43 leer. Nachdem die Verwaltung der Fachkliniken Nordfriesland Ende 2014 den Standort Bredstedt verlassen und den Neubau in Riddorf bezogen hat, blieb das etwa 300 Quadratmeter große Haus zunächst ungenutzt. Nun soll es wieder mit Leben gefüllt werden. Anfang des Jahres hat Apotheker Karsten Werner das Gelände (ehemals Firma Bonnichsen) inklusive des ehemaligen Verwaltungsgebäudes, der Hausmeisterwerkstatt und des weiter zurückliegenden Wohnhauses gekauft.

In enger Zusammenarbeit mit dem Amt Mittleres Nordfriesland lässt er die ehemaligen Büroräume nun so umbauen, dass dort etwa 20 geflüchtete Menschen in Gemeinschaftswohnungen untergebracht werden können. Auf zwei Etagen befinden sich je fünf Wohnräume, eine Teeküche sowie Gemeinschaftsduschen und -toiletten. Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind und die Nutzungsänderung beim Kreis genehmigt worden ist, kann das Haus bezogen werden.

Vorher schon soll eine Familie in das ehemalige Wohnhaus auf dem hinteren Teil des Geländes ziehen. Der Familienvater ist bereits seit vergangenem Herbst in Deutschland und kennt sich inzwischen in Bredstedt aus. Er soll seinen neu ankommenden Nachbarn in Zusammenarbeit mit dem Amt bei ihrer Eingliederung helfen und sie gemeinsam mit den Flüchtlingsbetreuern Dirk Andresen-Paulsen und Derya Zunker unterstützen.

Aus dem blauen Gebäude zwischen den Wohnhäusern, das zuvor vom Hausmeister des Fachkrankenhauses genutzt wurde, soll ein Gemeinschaftshaus werden. Hinter einem Raum für Waschmaschinen entsteht gerade eine große Küche, in der gemeinsam gekocht, gespielt und gelernt werden kann. „Wir stellen uns das so vor, dass der Raum mit Leben gefüllt wird“, sagt Jessica Mühlenbeck vom Team Integration des Amtes Mittleres Nordfriesland . Alltagshilfen sollen dort mit den geflüchteten Menschen ebenso zum Lernen zusammenkommen, wie Nachbarschaftstreffen und Spieleabende möglich sind. „Es eignet sich wunderbar als Plattform für die ehrenamtliche Arbeit“, sagt sie.

Der Gemeinschaftsraum sei bewusst von den Schlafräumen getrennt worden, sagt Karsten Werner. Während die Familien in ihren Zimmern die Möglichkeit bekommen sollen, zur Ruhe zu kommen, soll das blaue Haus ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft werden. „Die Menschen sollen so selbstständig wie möglich bleiben, um schneller integriert und eingegliedert werden zu können“, sagt Mühlenbeck. Jeder Schritt geschehe in enger Absprache zwischen Werner, den Flüchtlingsbetreuern und dem Amt. Und auch weiterhin werden im gesamten Amtsgebiet Wohnraum sowie Ehrenamtler gesucht, die bei der Integration der neuen Nachbarn helfen können, sagt sie.


Kontakt online unter: bit.ly/1UoFeXJ

zur Startseite

von
erstellt am 02.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert