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Nachwuchs gesucht : Mehr Werbung für die Wehren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

An der Sitzung des Amtsausschusses Viöl nahmen der Kreisbrandmeister und der Amtswehrführer teil - und beide forderten die Gemeinden auf, sich an der Werbung für den Job des Brandschützers zu beteiligen.

Vor gut drei Monaten übernahm Thomas Hansen, Bürgermeister von Sollwitt, das Amt des Amtsvorstehers von Hans Jes Hansen. „Ich habe mich gut eingearbeitet und es macht mir sehr viel Spaß“, teilte er zu Beginn der jüngsten Amtsausschuss-Sitzung mit. So habe er unter anderem an der Jubiläumsfeier des Kindergartens in Ahrenviöl und den Einweihungsfeiern der Kindergärten in Wester-Ohrstedt und Löwenstedt teilgenommen. Hansen wies auf die nächste Jobbörse hin. Sie findet am 13. November in der Erich-Wobser-Halle ab 18 Uhr statt.

Einen umfangreichen Bericht lieferte Amtswehrführer Rolf Schadwald. Er unterstrich die Wichtigkeit einer Feuerwehr-Bedarfsplanung. Diese sei erforderlich, um neue Einsatzkonzepte beziehungsweise eine Alarm- und Ausrückverordnung zu planen und zu realisieren. „Dabei ist mir die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren mit den Gemeinden sehr wichtig“, so Schadwald. Er legte erschreckende Zahlen für das Amt Viöl vor. Von den 9156 Einwohnern seien 590 in den Wehren, einschließlich der Nachwuchsabteilungen, aktiv. „Aktuell haben wir zwei Wehren, die weniger als 27 aktive Mitglieder haben und somit unter der geforderten Sollstärke liegen.“ Dies sei ein sehr kritischer Zustand. Sollte sich dieser Abwärtstrend fortsetzen, müsse in den betroffenen Gemeinden zur Sicherung der Leistungsfähigkeit eine Pflichtfeuerwehr eingeführt werden. Auf Sylt sei dieser Zustand bereits eingetreten. Aber auch in anderen Wehren müsse davon ausgegangen werden, dass es über kurz oder lang zu Problemen bei der Tagesverfügbarkeit kommen werde. Wichtig sei, Menschen für diesen Dienst zu gewinnen. „Doch es ist nicht allein Aufgabe der freiwilligen Feuerwehr für den Nachwuchs zu sorgen“, stellte Schadwald klar. Genau genommen sei dies die Aufgabe der Gemeinden. Oftmals werde auch in der Bevölkerung die Feuerwehr mit einem Verein gleichgestellt. „Feuerwehr ist nicht Laterne laufen“, stellte auch Kreisbrandmeister Christian Albertsen in einem weiteren Gespräch klar. Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren hätten identische Aufgaben und die gleiche Ausbildung wie ihre Kollegen bei der Berufsfeuerwehr. „Es ist wichtig, dass Politik und Feuerwehr noch enger zusammen arbeiten, um eine drohende Pflichtfeuerwehr zu verhindern.

Ute Gabriel-Boucsein, Geschäftsführerin der Bürger-Breitband-Netz-Gesellschaft (BBNG) legte dem Gremium einen Sachstandsbericht vor. Zur Zeit habe das Unternehmen 877 Gesellschafter. Damit die Breitbandversorgung weiter gut vorankomme, benötige die Gesellschaft die Unterstützung der Gemeinden. „Wir werden weiterhin Informationsveranstaltungen anbieten“, sagte die Geschäftsführerin. Derzeit stehe man vor der Feinplanung für die Gemeinde Norstedt. Die Finanzierung müsse jedoch gesichert sein, daher bräuchte man noch weitere Gesellschafter. Ziel sei ein flächendeckendes Glasfasernetz von Löwenstedt bis St. Peter-Ording aufzubauen. Dabei gelte das Solidaritätsprinzip. „Solidarität steht ganz oben in unserem Unternehmen und bedeutet mit den Bürgern für die Bürger, Firmen und Kommunen“, so die Geschäftsführerin weiter.

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erstellt am 15.Okt.2013 | 07:00 Uhr

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