Ziele für Marschbahn : Mehr Takt und Tempo

Zusätzliche Züge und Sitzplatz-Kapazitäten werden für die Marschbahn-Züge gefordert.
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Zusätzliche Züge und Sitzplatz-Kapazitäten werden für die Marschbahn-Züge gefordert.

Auf der Marschbahn stehen Verbesserungen an. Die reichen laut Fahrgastverband Pro Bahn jedoch nicht aus. Ziel müsse es sein, mindestens in der Hochsaison tagsüber durchgängig im 30- Minuten-Takt zwischen Westerland und Niebüll zu verkehren.

shz.de von
24. April 2014, 12:00 Uhr

Weitere Verbesserungen auf der Marschbahn von Westerland nach Hamburg fordert der Fahrgastverband Pro Bahn. So müssten im Streckenabschnitt zwischen Westerland und Niebüll der 30-Minuten-Takt ausgebaut, zusätzliche Sitzplatz-Kapazitäten angeboten sowie die Marschbahn-Züge zum Hamburger Hauptbahnhof geführt werden.

Die Fahrgastnachfrage im Streckenabschnitt Westerland-Niebüll sei in den vergangenen Jahren sowohl im Pendler- als auch im touristischen Verkehr weiter gestiegen, so der Pro-Bahn-Landesvorsitzende Stefan Barkleit. „Daher brauchen wir zusätzliche Marschbahn-Züge und Sitzplatz-Kapazitäten.“

Der Hintergrund: Das Land und die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft planen zum Fahrplanwechsel im Dezember, die Marschbahn-Züge Westerland-Hamburg-Altona auf eine Fahrtzeit von zwei Stunden und 55 Minuten zu beschleunigen. Pro Bahn begrüßt die Verbesserungen, sieht diese jedoch für die Laufzeit des anstehenden Verkehrsvertrages (2015-2025) als „nicht ausreichend“ an.

„Ziel muss es sein, dass die Marschbahn-Züge zwischen Westerland und Niebüll mindestens in der Hochsaison tagsüber durchgängig im 30- Minuten-Takt verkehren“, bekräftigt Barkleit. Weiter fordert Pro Bahn die Einrichtung einer schnellen Anbindung von Nordfriesland an den Hamburger Hauptbahnhof. „Dabei setzen wir nicht nur auf die Führung der Marschbahn-Züge zum Hamburger Hauptbahnhof, sondern auch auf die Einrichtung einer schnellen Anbindung in Form von zusätzlichen Sprinter-Zügen und beschleunigten Intercity-Zügen“, so der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann. „Eine Fahrtzeit von Westerland respektive Niebüll nach Hamburg-Hauptbahnhof von zwei Stunden 30 Minuten bzw. zwei Stunden sollte kurz- bis mittelfristig sowohl für die Sprinter- als auch die Intercity-Züge durchaus realistisch sein.“

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