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Husumer Verkehr : Mehr Sicherheit für Radfahrer

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sturzgefahr auf der Fahrt zum Gymnasium oder zur Berufsschule: Der Mühlenau-Weg soll nächstes Jahr für 145.000 Euro saniert werden.

von
erstellt am 08.Dez.2016 | 16:30 Uhr

Auch 2017 soll die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes voranschreiten, fordern Husums Grüne. Und haben für kommendes Jahr den Weg an der Mühlenau ins Visier genommen: „Ein Stück, das einfach zu machen und dringlich ist“, so Barbara Ganter. Mit 145.000 Euro Sanierungskosten – so die Bauamts-Schätzung – allerdings nicht gerade ein Schnäppchen.

Der Mühlenau-Weg werde nicht zuletzt wegen der anliegenden zwei Gymnasien und der Berufsschule mit insgesamt
mehreren tausend Schülern stark frequentiert. Dessen Belag sei aber schadhaft und werde jedes Jahr geflickt, zudem bestehe streckenweise Sturzgefahr an den seitlichen Asphaltkanten. Und zu schmal sei er auch noch, wenn sich zwei Radler entgegenkommen, begründete Ganter den Antrag ihrer Fraktion.

Einen Deckungsvorschlag hatte sie in der Sitzung des Bauausschusses, wo über den Etat von Gebäudemanagement und Bauamt verhandelt wurde, allerdings nicht parat. „Das ist in diesem Stadium der Beratung doch nicht nötig“, befand die Grünen-Politikerin. Und bekam Unterstützung von Kämmerer Dirk Pohlmann. „Bei dieser Summe sehe ich noch kein Problem, das ist finanzierbar.“

Dennoch, die Stadt muss sparen, und so schlug Hans Heydtmann – der den eigentlichen Ausschussvorsitzenden Sven-Thomas Schmidt-Knäbel vertrat – eine Variante vor: „Es sind doch ohnehin 30.000 Euro für Radwege im Etat verplant. Wenn wir die mit einbringen, reduziert sich die Summe auf 115.000 Euro.“ Damit war Klaus Lorenzen vom Bauamt wiederum nicht ganz zufrieden: „Wir benötigen ein Polster, um kleinere Reparaturen ausführen zu können, ohne erst Mittel dafür beantragen zu müssen. Lassen Sie uns 10.000 Euro.“ Also neue 125.000 Euro plus 20.000 Euro aus dem Etat für die Sanierung des Weges an der Mühlenau – diesem Vorschlag konnten sich alle Fraktionen anschließen.

Der Ausschuss arbeitete auch die erste Änderung der neuen Straßenbaubeitragssatzung ab, die zum 1. April in Kraft getreten war. Mit der Erhebung sogenannter wiederkehrender Beiträge soll bei der Sanierung von Straßen die finanzielle Belastung für die jeweiligen Anlieger signifikant verringert werden, indem die Kosten solidarisch auf die Bewohner eines größeren Bereichs umgelegt werden.

Bei den Änderungen ging es in der Hauptsache um Konkretisierungen und kleinere Korrekturen der ursprünglichen Satzung. „Die ist derzeit das Beste, was man als Stadt haben kann“, lobte Bürgermeister Uwe Schmitz und Ulf von Hielmcrone (SPD) gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Satzung bei einer möglichen Klage auch vor dem Verwaltungsgericht durchhalten werde: „Weil sie gerecht ist – und weil die Bürger doch auch gut ausgebaute Straßen haben wollen.“

Und weil die Summen verhältnismäßig niedrig sind. Im Falle der Sanierung von Feldberg- und Schückingstraße, die als erste nach der neuen Satzung angegangen wird, konnte Bauamtschef Jörg Schlindwein den Bürgern versichern: „Der erste Beitrag wird erst 2018 eingefordert – und rechnen Sie nur mit einem Betrag im unteren dreistelligen Bereich.“

 

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