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Husumer Nachrichten

23. Oktober 2017 | 23:37 Uhr

Hattstedt : Mehr Sicherheit für die Jugend

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hattstedts Nachwuchs stand in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung im Fokus: Die Kita soll erweitert werden, der Jugendtreff wieder öffnen und der Weg zum Sportplatz sicherer werden.

Mit großem Interesse verfolgten zahlreiche Bürger die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung Hattstedt, darunter auch Eltern, deren Kinder die Arche Noah oder die Brückengruppe besuchen. Gleich zu Beginn der Einwohnerfragestunde hinterfragten sie besorgt die Absicht der Gemeinde, zeitgleich mit dem geplanten Anbau an die Arche Noah die Zielstruktur der Kindergärten zu verändern. Insbesondere die Beibehaltung des „sanften“ Übergangs der Kinder von der U3- in die Ü3-Betreuung kam dabei zur Sprache. Der Bürgermeister erklärte, dass die Überlegungen für eine neue Struktur im Zusammenhang mit der möglichen Einrichtung einer Krippe aufgekommen waren, versicherte aber, dass man sich diesbezüglich Zeit lassen werde und noch mit allen Betroffenen Gespräche führen wolle. „Wir werden einen Konsens finden“, versprach Ralf Heßmann. An erster Stelle stünde die umgehende Beseitigung der räumlichen Enge. Daraufhin beschlossen die Gemeindevertreter, den Architektenwettbewerb zum Anbau sofort zu starten, und über mögliche Strukturveränderungen und andere Details später zu verhandeln.

Auch im weiteren Verlauf der Sitzung ging es immer wieder um die Kinder und Jugendlichen in Hattstedt. So will die Gemeinde dafür Sorge tragen, dass sie künftig vom Sportpark sicher nach Hause kommen. Dazu soll der Schobüller Weg beleuchtet und mit einem kombinierten Rad- und Fußweg versehen werden, der nach Möglichkeit getrennt von der Straße verlaufen soll. Da die hierfür erforderliche Straßenverbreiterung mit gewissen Risiken und hohen Kosten verbunden wäre, will der Gemeinderat nun erst noch eine andere Alternative prüfen.

Erfreut zeigte sich Heßmann über das Interesse einiger Jugendlicher, die zur Sitzung gekommen waren, um etwas über die geplante Einstellung eines Jugendbetreuers für den OK-Jugendtreff zu hören. Sie erfuhren, dass die Gespräche mit den Bewerbern in Kürze stattfinden werden und verliehen dann ihrem Wunsch Nachdruck, die Öffnungszeiten des Treffs anzupassen. Bisher konnten sie sich dort Dienstag bis Freitag von 15 bis 20 Uhr treffen, die Älteren Freitag bis 22 Uhr. Im Moment ist der Treffpunkt wegen eines Wasserschadens komplett geschlossen, nun ist aber absehbar, dass der Betrieb bald wieder losgehen kann. „Es wäre schön, wenn wir die Schlusszeit dann auf 22.30 Uhr ausdehnen könnten“, meinte Jugendvertreter Bastian Jäger, für den das Haus längst „zur zweiten Heimat“ geworden ist. „Wir schauen uns nicht nur Actionstreifen an, sondern auch pädagogisch wertvolle Filme“, versuchte er die Bedenken jener Zuhörer zu zerstreuen, denen der Gedanke an eine noch spätere Heimkehr des Nachwuchses nicht recht behagen wollte. „So viel Engagement muss belohnt werden“, befand der Bürgermeister und tatsächlich stieß sein Kompromissvorschlag auf mehrheitliche Zustimmung: So soll der OK-Treff künftig donnerstags von 15 bis 19 Uhr geöffnet sein, freitags bis 22 Uhr und sonnabends von 14 bis 22 Uhr. Zudem soll die neue Betreuungskraft nun für 19 Stunden verpflichtet werden. Geplant waren ursprünglich lediglich 17,5 Stunden.

Letzter Tagesordnungspunkt war die Haushaltssatzung für das Jahr 2017, die für Hattstedt im Ergebnisplan Erträge in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro vorsieht. Dem gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von gut 4 Millionen Euro. „Somit rechnen wir mit einem Jahresfehlbetrag von 415 800 Euro“, führte Gemeindevertreter Ralf Jacobsen aus und wies darauf hin, dass alleine die Pflichtaufgaben der Gemeinde weit mehr als 90 Prozent aller Ausgaben ausmachen.

Ralf Heßmann informierte die Anwesenden darüber, dass am Mittwoch, 15. Februar, eine Einwohnerversammlung zum Thema Breitbandversorgung stattfinden wird. Auf diese erste Info-Veranstaltung in der Turnhalle werden weitere Termine im Gasthof folgen, an denen sich die Bürger in persönlichen Gesprächen von der Wichtigkeit des schnellen Internets mittels Glasfaser überzeugen können – und davon, sich an dieser Entwicklung aktiv zu beteiligen. „Wir brauchen eine Anschlussquote von mindestens 68 Prozent“, warb der Bürgermeister dafür, sich mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde dieser Technik nicht zu verschließen.

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