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Aufklärungsarbeit : Mehr Sicherheit für ältere Menschen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Sozialausschuss von St. Peter-Ording will sich verstärkt um das Thema Prävention für Senioren kümmern. Sie werden immer wieder Opfer von Verbrechern und sind auch im Straßenverkehr gefährdet.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2014 | 07:00 Uhr

Um Prävention und Veranstaltungen für Senioren ging es in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses von St. Peter-Ording. Außerdem gab es eine Aussprache über das Selbstverständnis des Gremium. Anlass dazu war die Entscheidung gewesen, nicht mit dem Jugend- und Kulturausschuss zu fusionieren (wir berichteten). In der Aussprache brachte es Boy Jöns auf den Punkt: Wenn St. Peter-Ording auch kein Ort sozialer Zerwürfnisse sei, müsse man nicht krampfhaft nach Aufgaben für diesen Ausschuss suchen. Viele soziale Themen sind in der Vergangenheit von anderen Ausschüssen mit erledigt worden. Der Sozialausschuss sei eben ein „Kümmerausschuss“ mit wertvoller Arbeit für den Ort.

Das war schon deutlich geworden bei dem Rückblick auf die Weihnachtsfeier für die älteren Mitbürger. Die Ausschuss-Vorsitzende Monika Grutza (SPD) bedankte sich bei allen für die dafür geleistete Arbeit. Die Darbietungen seien sehr positiv aufgenommen worden. Insbesondere der Auftritt der KiTa-Kinder habe die 200 Teilnehmener begeistert. Sie dankte allen Sponsoren für die Tombola-Preise.

Werner Wolsbeck und Walter Petersen werden den Lotto-Nachmittag am 12. Februar im evangelischen Gemeindezentrum vorbereiten. Es gibt Heedewecken mit Kaffee und Kuchen sowie Lotto mit jeweils drei Preisen für jede Runde. Für den Ausflug am 14. Mai ergeht eine Extra-Einladung. Hinsichtlich der Planung ist man noch auf der Suche nach einem für 200 Personen geeigneten Ziel.

Zu Beginn hatte Hans Jörg Rickert, Koordinator des Runden Tisches zur Sucht- und Drogenprävention, über eine Informationsveranstaltung des Rates für Kriminalitätsverhütung (RfK) Schleswig-Holstein zum Thema „Prävention für Senioren“ berichtet. Inhaltlich sah der Sozialausschuss darin für sich einen wichtigen Arbeitsauftrag.

Seitens des RfK war vor einiger Zeit die Arbeitsgruppe 31 eingerichtet worden, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Gernot von der Weppen, Vorsitzender des Seniorenbeirates Husum, hatte die Leitung übernommen. Die AG beschäftigte sich mit der Frage, welche Herausforderungen das Älterwerden für die persönliche Sicherheit mit sich bringt. Die Ergebnisse sind in Flyern und Broschüren dargestellt, darunter Sicherheit innerhalb und außerhalb der eigenen vier Wände, Senioren als Opfer von Straftaten, Gewalt in der Pflege, Senioren im Internet, Verbraucherschutz für Senioren, Selbstbestimmte Vorsorge im Alter sowie Sicherheit im Straßenverkehr. Die Materialien sind im Internet unter www.sfs.schleswig-holstein.de oder www.kriminalpraevention-sh.de zu finden und können über den RfK für die Seniorenarbeit bestellt werden.

Außerdem stellte Rickert das von der AG 31 erarbeitete Konzept „Sicherheitsberater für Senioren (SfS)“ vor. Es fußt auf der Studie „Kriminalitäts- und Gewalterfahrungen im Leben älterer Menschen“. Sie zeigt, dass die objektive und subjektive Sicherheitslage der Mehrheit der älteren Generation gut ist. Aber zugleich sei deutlich geworden, dass es Bereiche besonderer Gefährdung gebe. Der Schwerpunkt präventiver Bemühungen müsse deswegen sein, ältere Menschen sachlich über Gefährdungen im Straßenverkehr und auch durch Kriminalität zu informieren, so Rickert. Dazu leisten die Faltblätter und Broschüren ihren Beitrag. Auch mit Blick auf die Zunahme von Pflegebedürftigen und Menschen mit Demenz sei das notwendig. Deswegen unterstützt der RfK das Konzept „Sicherheitsberater für Senioren (SfS)“. Pro Kreis bzw. kreisfreier Stadt sollen mindestens drei ausgebildet werden. Interessenten können sich an Gernot von der Weppen unter Telefon 04881/62649 oder weppen-husum@versanet.de wenden.

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