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Moderne Technik : Mehr Sicherheit für 28.000 Kunden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei den Stadtwerken Husum Netz sind die Rechner in der Leitstelle erneuert worden: Von dort aus werden die technischen Anlagen für Strom, Gas, Wasser und Wärme gesteuert.

Die Stadtwerke Husum Netz GmbH hat ihr neues Rechenzentrum in der Netzleitstelle in Betrieb genommen. In den vergangenen Wochen wurden dort die Server und Arbeitsrechner Stück für Stück ausgetauscht – bei laufendem Betrieb.

„Die Netzleitstelle steuert alle technischen Anlagen, die für die Versorgung mit Strom, Gas, Trinkwasser und Wärme notwendig sind“, erklärt Norbert Jungjohann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum Netz. Deshalb gelten für die gesamte Technik strenge Schutz- und Sicherheitskriterien: „Ebenso wie die alte ist auch die neue Leitstelle doppelt aufgebaut, jedes Element ist zweimal vorhanden.“ Jungjohann ergänzt: „Muss eine Komponentenlinie gewartet werden oder treten Störungen auf, kann die andere einfach übernehmen.“ Das erhöhe nicht zuletzt die Versorgungssicherheit für die rund 28.000 Husumer Netzkunden.

Die Mitarbeiter der Netzleitstelle haben auf sechs Bildschirmen rund 50 Quadratkilometer Versorgungsgebiet im Blick. Beim Stromnetz sind das etwa Schaltanlagen, Trafostationen und Einspeiser; bei der Trinkwasserversorgung das Wasserwerk, Brunnen, Filter und Pumpenanlagen. Durch eine übersichtlichere Bedienoberfläche kann der zuständige Mitarbeiter nun eine Störung rasch zuordnen und gezielter darauf reagieren.

Auch die Schnittstelle zwischen der Telefonanlage des Stördienstes und der Netzleitstelle wurde vereinfacht. „Das System unterstützt unsere Mitarbeiter. Wir können nun im Falle eines Falles noch schneller die Ursache identifizieren“, betont Norbert Jungjohann.

Nach einer Anfangsphase, in der beide Server noch am gleichen Ort stehen, wird einer davon im nächsten Jahr in ein anderes Gebäude des Husumer Netzbetreibers umziehen – so wird die Leitstelle noch besser vor Störungen oder Zugriffen von außen geschützt. „Die neue Hardware erfüllt die strengen Kriterien des Gesetzgebers für die IT-Sicherheit“, erläutert der Netze-Chef. Die Arbeiten sind von einer Spezialfirma aus Niedersachsen ausgeführt worden. Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 150.000 Euro in die verbesserte Infrastruktur der Netzleitstelle.

Die modernen Rechner ermöglichen eine tiefgreifendere Analyse der vorhandenen Daten. „Durch die neue Struktur in der Leitstelle können wir das Verhalten des Netzes besser errechnen und vorhersagen und so die Prävention noch effektiver gestalten“, beschreibt Jungjohann die Vorteile. Der Anspruch dabei: „Sicher und zuverlässig alle Netzkunden mit Energie und Wasser versorgen – das ist unser oberstes Ziel. Und dafür verbessern wir stets Mechanismen, Strukturen und Prozessabläufe.“ Beispielsweise waren in den vergangenen fünf Jahren die Husumer Bürger durchschnittlich 12,2 Minuten ohne Strom – drei Minuten weniger als die Bundesbürger.

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erstellt am 17.Sep.2015 | 09:00 Uhr

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