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Husumer Nachrichten

14. Dezember 2017 | 20:34 Uhr

Neuer Pfahlbau : Mehr Service für den Gast

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

St. Peter-Ording plant am Ordinger Strand einen neuen Pfahlbau für Strandaufsicht, Rettungsdienst, WC-Anlagen und Strandkorbvermietung. Dem jetzigen Gebäude kommt die Nordsee zu nah.

von
erstellt am 08.Dez.2015 | 17:30 Uhr

Mit einem neuen Multifunktionsgebäude möchte die Gemeinde St. Peter-Ording bei einem Problem Abhilfe schaffen, das im Sommer die Badegäste in Ording auf eine Geduldsprobe stellt. An warmen Sommertage, wenn sich dort tausende Sonnenanbeter tummeln, werden nämlich die Toiletten knapp. Lange Schlangen bilden sich auf den Treppen des Pfahlbaus. Das ist der eine Grund für den Neubau. Für den anderen sorgt die Nordsee. In Ording rückt die Wasserkante Deich und Dünen langsam, aber sicher immer näher. Vor 40 Jahren stand das Pfahlbaurestaurant noch ein gutes Stück vom Wasser entfernt, heute wird es eigentlich immer vom Meer umspült. Nun gilt es, sich rechtzeitig Gedanken über einen Neubau zu machen.

Nils Koch, technischer Leiter der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ), stellte den Plan im Tourismus-Ausschuss vor. Das neue Gebäude, natürlich wieder ein Pfahlbau, soll etwa 150 Meter von seinem jetzigen Standort entfernt Richtung Deich errichtet werden. „Hinter den jetzigen Strandkorbpodesten“, so Koch. Unter einem Dach, nicht mehr unter zwei, werden dann Strandaufsicht, Rettungsstation, Sanitäranlagen, Strandkorbvermietung und Infopunkt Wattenmeer untergebracht sein. Daneben soll auf einem niedrigeren Podest eine Sanitäranlage für gehbehinderte Menschen entstehen. „Das bestehende WC-Gebäude ist mehr als 30 Jahre alt, von den Kapazitäten ist es nicht ausreichend“, erläuterte Koch. Mit dem neuen Gebäude soll auch die Energieeffizienz und die Wasserversorgung verbessert werden. Unter anderem ist angedacht, Regenwasser für die Toilettenspülung aufzufangen. Ferner soll ein Stromanschluss für E-Bikes eingerichtet werden. Im Sinne der von der TZ angestrebten Saisonverlängerung soll das neue Multifunktionsgebäude auch wintertauglich sein. Die Kosten gab Koch mit 1,2 Millionen Euro an, davon können 60 Prozent aus GRW-Mitteln (Gemeinschaftsaufgabe Regionale Wirtschaftsstruktur) bezuschusst werden. Koch rechnet mit einer Inbetriebnahme im Frühjahr 2018, wenn im Januar mit dem Bauantragsverfahren gestartet werde. Aus den Reihen der Ausschuss-Mitglieder gab es keine Bedenken, sie sprachen sich einmütig für das Projekt aus.

Außerdem ging es um den neuen Internet-Auftritt. Es werde derzeit an einigen Verbesserungen gearbeitet, erklärte der zuständige TZ-Mitarbeiter Nils Stauch, etwa bei der Buchungsplattform und der Webcam. Der Newsletter sei sehr erfolgreich, täglich meldeten sich 30 neue Abonnenten an. Uwe Kirchner (CDU) regte an, die Bewertungsfunktion für Gastronomiebetriebe zu streichen. Schließlich seien das Steuerzahler, und Bewertungen seien käuflich. Das solle man entsprechenden Portalen überlassen. Kurt Kahlke (SPD) kritisierte, dass die Unterkünfte nach Bewertung gelistet werden. Da widersprach Thorsten Reich von der Firma Netzvitamine, die die TZ bei der Neuerstellung begleitet: „Da geht es nach dem Zufallsprinzip.“

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