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Kreisjägerschaft Eiderstedt : Mehr Rehwild auf der Halbinsel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Kreisjägerschaft Eiderstedt thematisiert bei ihrer Jahresversammlung auch die steigende Zahl von Gänsen.

Zur Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Eiderstedt begrüßte der Vorsitzende Richard Rickerts insbesondere Nordfrieslands Kreisjägermeister Thomas Carstensen, den Vize-Präsidenten des Landesjagdverbandes Axel Claußen Revieroberjäger Christopher von Dollen sowie Oberdeichgraf Jan Rabeler. „Das vergangene Jahr war turbulent“, berichtete Rickerts und spielte auf die Vorstandserneuerung im Landesjagdverband an. In dessen Hauptversammlung wurde Hans-Uwe Jacobs vom Präsidium für seine hervorragende Raubtierbejagung ausgezeichnet. Des Weiteren besuchte Richard Rickerts viele Hegerings-Versammlungen sowie die Pflanzenbörse in Garding, die ein voller Erfolg gewesen sei.

Im Anschluss berichteten die Obleute aus ihren Sparten, für das Hundewesen Willi Schmidt, für das Schießwesen Christian Hohberg sowie für die Bläser Anke Honnens. Nachdem Peter Nagel seinen Posten als Schatzmeister aus terminlichen Gründen niedergelegt hatte, war Hermann Agge in das Amt nachgerückt.

Bei den Wahlen wurde er als Schatzmeister bestätigt. Neuer Obmann für die Öffentlichkeitsarbeit ist Uwe Jens Lorenzen. Zu Delegierten für die Landesjagdversammlung wurden Torben Konz, Hans-Christian Sierks und Detlef Hars gewählt. Die Kasse wird im nächsten Jahr neben Hartmut Fuchs Harald Lamp prüfen.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft im Landesjagdverband wurden geehrt: für 25 Jahre Mark Reimers, Tating, Peter Julius Hansen, Tetenbüll und Gerhard Mölck, Tönning; für 40 Jahre Hans Bölln, St. Peter-Ording und Manfred Aberle, Uelvesbüll; für 50 Jahre Hans Dose, Tönning, Hans-Richard Andresen, Welt, Werner Hansen, Witzwort, und Ferdinand Dircks, Witzwort; für 60 Jahre Hans Marwig, Tümlauerkoog.

Vorgestellt wurde ein neu entworfenes Wappen für die Eiderstedter Jäger. Es zeigt in der Mitte das Eiderstedter Wappen. Die Versammlung gab hierfür grünes Licht. Für das Haus Spökenkieker am Katinger Watt sucht Volquard Hamkens zudem neue Leute. Zu einem Vortrag über Schwarzwild hatte die Kreisjägerschaft den Revierjagdmeister Christopher von Dollen aus Plön eingeladen. Mittlerweile hat auch das Schwarzwild seinen Einzug in Eiderstedt gehalten. Das Katinger Watt sei für sie ein einziges Eldorado. Dass sie große Flurschäden verursachen, ist allgemein bekannt.

Auch die Gäste meldeten sich zu Wort. Kreisjägermeister Thomas Carstensen hatte vor der Versammlung die Gehörne der im vergangenen Jahr erlegten Rehe in Augenschein genommen. Nachweislich nimmt das Rehwild auf Eiderstedt zu. Die zunehmende Zahl an Gänsen stellt für die Jäger ein großes Problem dar. Einzige Möglichkeit der Reduzierung ist das Absammeln von Eiern aus den Gelegen. Dazu bedarf es jedoch eines Antrages drei Wochen vorher. Auch in den Niederlanden sowie am Niederrhein hat man Probleme mit der großen Population an Gänsen. Nilgänse treten ebenfalls vermehrt auf Eiderstedt auf.

Auch auf das Thema Wolf ging Thomas Carstensen kurz ein. Wie kürzlich berichtet, hatte ein Wolf in St. Peter-Ording ein Schaf gerissen. Da der Wolf dem Naturschutzrecht unterliegt, haben Jäger keine Eingriffsrechte. Wenn ein Wolf also verletzt am Straßenrand liegen würde, hat der Jäger kein Recht, ihm den Gnadenschuss zu geben. Es sollte angestrebt werden, für die Jäger einen Verhaltenskodex auf den Weg zu bringen.


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