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Investition in Simonsberg : Mehr Platz für Wohnwagen und Zelte

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeindevertreter von Simonsberg geben grünes Licht für die Erweiterung des Campingplatzes. Es sollen 150 Stellplätze, ein Schwimmteich, ein Restaurant und noch vieles mehr entstehen.

Nur einige wenige Bürger kamen zur öffentlichen Sitzung der Simonsberger Gemeindevertretung in den Kirchspielskrug, doch die zeigten sich äußerst interessiert an dem Geschehen in ihrem Dorf. Bevor sie in der Einwohnerfragestunde ihre zumeist kleineren Anregungen und Fragen loswerden konnten, übergab Bürgermeisterin Angela Feddersen das Wort an Ellen Jappsen vom Husumer Büro Jappsen-Todt-Bahnsen, denn ganz oben auf der Tagesordnung stand an diesem Abend die Erweiterung des Campingplatzes Nordsee-Camping Zum Seehund in Lundenbergsand.

Die Stadtplanerin gab Einblicke in den aktuellen Planungsstand, wonach der Campingplatz um 150 Stellplätze für Zelte und Wohnwagen erweitert werden soll. Geplant sind ein öffentlich zugänglicher Bereich mit Aussichtsturm, Strandkiosk sowie einer Schank- und Speisewirtschaft samt Außenterrasse. Die Planung umfasst zudem ein maximal 900 Quadratmeter großes Sanitärgebäude, einen Schwimmteich in der gleichen Größenordnung, einen Grillplatz sowie Sport- und Spielanlagen. Auch Wintercamping soll an dieser Stelle zulässig sein. Die im weiteren Verlauf der Sitzung zu diesem Thema anstehenden Entwurfs- und Auslegungsbeschlüsse für die elfte Änderung des Flächennutzungsplans und für den Bebauungs-Plan Nr. 2 für das Gebiet westlich der Schleuse und Lundenberg (zwischen Landesschutzdeich und Speicherbecken am Campingplatz), wurden einstimmig gefasst.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Vorstellung des ehrenamtlichen Schiedsmanns Peter Martinen. Zwar sei er bereits seit 2009 in diesem Amt tätig, habe jedoch feststellen müssen, dass immer noch viele Bürger nichts von seiner Arbeit und den damit verbundenen Angeboten wüssten. Daher stellt sich Martinen nun in den einzelnen Gemeinden des Amtes Nordsee-Treene vor und informiert über seine Aufgaben, die in erster Linie darin bestehen, zwischen streitenden Parteien zu schlichten, einen Vergleich herbeizuführen und so den Rechtsfrieden wieder herzustellen: „Wir sind Schlichter bei strafrechtlichen Tatbeständen, wie etwa bei Beleidigung, Bedrohung, Hausfriedensbruch, leichter Körperverletzung, Sachbeschädigung oder Verletzung des Briefgeheimnisses. Sie sollten aber auch wissen“, so Peter Martinen weiter, „dass sie die Schiedspersonen auch bei zivilrechtlichen Streitigkeiten in Anspruch nehmen können, ohne das Gericht anrufen zu müssen – etwa bei Schadensersatz, Schmerzensgeld und bei nachbarrechtlichen Streitigkeiten.“ Dabei gehe es stets unbürokratisch zu und zudem sei so ein Verfahren deutlich kostengünstiger als ein Prozess: „Schiedsverfahren können in der Regel für unter 100 Euro abgewickelt werden“, warb er dafür, nicht immer gleich den gerichtlichen Weg einzuschlagen, sondern sich bei ihm über die Alternativen zu informieren. Peter Martinen ist zuständig für den Schiedsamtsbezirk 4, der neben Simonsberg auch die Gemeinden Drage, Koldenbüttel, Mildstedt, Seeth, Südermarsch, Uelvesbüll, Wisch und Witzwort umfasst. Seine Kontaktdaten gibt es beim Amt Nordsee-Treene.

In ihrem Bericht erwähnte die Bürgermeisterin zwei wilde Müllablagerungen im Königsweg und im Lundenbergweg, deren Verursacher ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden konnten. Kurz vor Weihnachten sei im Bauhof eingebrochen worden, und Mitte Januar habe jemand die Reifen der Fahrräder aufgeschlitzt, die das Amt den Asylbewerbern zur Verfügung gestellt hat. Zudem habe es bei der Fahrbücherei einen gewaltigen Einbruch in den Nutzerzahlen gegeben: „2014 zählten wir noch 344, 2015 nur noch 242 Ausleihen, also rund 120 weniger“, führte Angela Feddersen bedauernd aus. Positiv hingegen sei, dass der Feuerwehr-Anbau so gut wie fertig ist und dass aus dem Frauenboßelverein drei Damen an den Europameisterschaften Anfang Mai in Holland teilnehmen werden. Dass die Gemeinde einen Zuschuss zahlen wird, darüber war sich das Gremium einig, nur die Höhe ist noch offen.

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