Garding : Mehr Platz für Wohnbebauung

Hier südlich der Amtsverwaltung an der Welter Straße ist das Baugebiet geplant.
Hier südlich der Amtsverwaltung an der Welter Straße ist das Baugebiet geplant.

Auf der Fenne südlich der Amtsverwaltung in Garding ist Platz für bis zu 15 Einfamilienhäuser.

shz.de von
11. Juli 2018, 17:00 Uhr

„Die Nachfrage nach Bauland ist in unserer Stadt anhaltend groß“, erklärte Bernd Petersen (CDU), Vorsitzender des Gardinger Bauausschusses, während der ersten Sitzung des Gremiums nach der Kommunalwahl. Deshalb plane die Stadt, ein weiteres Baugebiet auf der Fenne südlich der Amtsverwaltung auszuweisen. „Hier können bis zu 15 Einfamilienhäuser auf Grundstücken zwischen 600 und 800 Quadratmetern Größe entstehen“, so Sven Methner vom gleichnamigen Meldorfer Planungsbüro.

Wie die Fläche in Grundstücke und Wege aufgeteilt werden könnte, erläuterte er der Runde anhand von sieben verschiedenen Skizzen. Weil keine Abstimmung vorgesehen war, verständigten sich die Stimmberechtigten auf Vorschlag von Petersen durch Kopfnicken auf eine Variante, die durch Details aus einem anderen Vorschlag ergänzt wird. Sie soll die Grundlage für den Bebauungsplan werden. Gegenwärtig liege ein Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans den Behörden vor, so der Vortragende.

In der vorangegangenen Aussprache befürwortete Kay-Uwe Cornils (SPD) die Lösung mit „viel Bauland und wenig Verkehrsfläche“. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Gremiums sprach er sich dafür aus, den kleinen Teich in einer Grünfläche im Norden des Gebiets möglicherweise zu verlegen und dort „stilles Gewerbe“, wie beispielsweise ein Versicherungsbüro anzusiedeln. Werner Grehm ( SPD) hob die Bedeutung eines weiteren Verbindungsweges zur Welter Straße hervor. Hiergegen habe der zuständige Landesbetrieb voraussichtlich keine Einwendungen, teilte Methner mit. Die Hauptzufahrt soll aus nördlicher Richtung von der Straße zur Amtsverwaltung abzweigen. Claus-Carsten Andresen (CDU) plädierte für eine intensive Begrünung der Stadt im Allgemeinen und des künftigen Baugebiets im Besonderen. Dazu sollen als südliche Begrenzung auch Bäume gehören, die im ausreichenden Abstand zu den Grundstücken gepflanzt werden. Methner fügte hinzu, dass die vorhandenen Gräben zur Entwässerung erhalten bleiben und eine Ausdehnung der Fläche in östliche Richtung denkbar wäre. Interessenten können sich bereits jetzt in eine Liste eintragen lassen.

„Im Baugebiet Bodewaldt’sche Fenne könnte schon in diesem Spätsommer der erste Spatenstich erfolgen.“ Das erklärte Tim Haferl vom Planungsbüro GH Projektentwicklung in Osterhever zum aktuellen Vorhaben. In zwei Jahren sollen in dem Gebiet zwischen Norderring und Lüch Op generationsübergreifende Bauvorhaben verwirklicht werden. In der späteren Fragestunde für Einwohner beanstandete eine Anwohnerin, dass dort in „flacher Umgebung“ auch mehrgeschossige Wohnhäuser entstehen sollen. „Dort entstehen keine Hochhäuser, sondern es bleibt ein gepflegtes und schönes Gebiet“, erklärte dazu Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt (CDU). Nach ihrem jetzigen Kenntnisstand könnten auch Mehrfamilienhäuser mit bis zu acht Wohneinheiten errichtet werden.

Ein weiteres Thema der Sitzung war ein neuer Aufzug, um einen barrierefreien Zugang zum Alten Rathaus zu ermöglichen. Vor einer Entscheidung soll der Eingang eines dritten Kostenvoranschlags abgewartet werden.

Thomas Helmke vom Amt Eiderstedt informierte die Anwesenden darüber, dass die neue Ortsdurchfahrt vom Landesbetrieb für Verkehr abgenommen wurde. „Dabei sind keine Mängel festgestellt worden“, sagte er. Die noch fehlenden Verkehrsinseln sowie die Fahrbahnmarkierungen und Kennzeichnungen der Querungen sollen demnächst erfolgen. Inzwischen seien von den knapp dreieinhalb Kilometer neu zu verlegender Gehwege 2.300 Meter fertiggestellt. Die restliche Strecke befinde sich teilweise bereits in Arbeit und werde in den nächsten sieben bis neun Wochen fertiggestellt. „Damit müssen wir leben, denn es fehlen Arbeitskräfte“, so der Sachbearbeiter der Tiefbauabteilung. Es werde gute Arbeit geleistet. Anja Wienecke (CDU) und Claus-Carsten Andresen wiesen auf die Probleme für Gehbehinderte hin, die durch die Bauvorhaben bei Erreichen des Einkaufszentrums entstehen. Das sei eine Folge von Terminvorgaben für andere Bauabschnitte, die vorrangig erledigt werden müssten, so Helmke.

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